Der Beitrag untersucht städtische Revolten als ernstzunehmende Bedrohung für die angiovinische Herrschaft in Süditalien im späten 13. Jahrhundert. Ausgehend von der Sizilianischen Vesper 1282 und den darauffolgenden Unruhen auf dem Festland beleuchtet er Ursachen und Dynamiken der Aufstände sowie die Reaktionen Karls I. und Karls II. von Anjou, um die politischen Anpassungsprozesse in einer Phase fragiler Herrschaftsausübung sichtbar zu machen. Dabei rücken die vielfältigen Resilienzstrategien zur Stabilisierung der Herrschaft – darunter gesetzgeberische Maßnahmen, die Einberufung von Generalparlamenten und die stärkere Einbindung einheimischer Akteure in Verwaltung und Steuerwesen – in den Blick. Die Revolten erwiesen sich dabei nicht nur als destabilisierende Momente, sondern auch als Impulsgeber institutioneller Erneuerung.

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Go resilient or go home. Städtische Revolten als Bedrohung der angiovinischen Herrschaft in Süditalien

  • Lisa Dünchem

摘要

Der Beitrag untersucht städtische Revolten als ernstzunehmende Bedrohung für die angiovinische Herrschaft in Süditalien im späten 13. Jahrhundert. Ausgehend von der Sizilianischen Vesper 1282 und den darauffolgenden Unruhen auf dem Festland beleuchtet er Ursachen und Dynamiken der Aufstände sowie die Reaktionen Karls I. und Karls II. von Anjou, um die politischen Anpassungsprozesse in einer Phase fragiler Herrschaftsausübung sichtbar zu machen. Dabei rücken die vielfältigen Resilienzstrategien zur Stabilisierung der Herrschaft – darunter gesetzgeberische Maßnahmen, die Einberufung von Generalparlamenten und die stärkere Einbindung einheimischer Akteure in Verwaltung und Steuerwesen – in den Blick. Die Revolten erwiesen sich dabei nicht nur als destabilisierende Momente, sondern auch als Impulsgeber institutioneller Erneuerung.