Dieses Kapitel führt Parsons’ Handlungstheorie konsequent als Ordnungstheorie weiter: Handeln ist zielgerichtet, situativ eingebettet und wird durch Normen und Werte strukturiert, die im Persönlichkeitssystem internalisiert und im Sozialsystem institutionalisiert werden. Anhand der drei Teilsysteme (Personality, Social, Cultural System) wird gezeigt, wie soziale Ordnung über geteilte Normen, Rollen und Sozialisation stabilisiert wird und zugleich Handlungsoptionen begrenzt. Die Verbindung von Handlung und Ordnung wird über die Pattern Variables konkretisiert, die als analytische Entscheidungsdichotomien die Orientierung von Akteur:innen beschreibbar machen. Abschließend wird das Instrumentarium exemplarisch auf die Protestpraxis der „Letzten Generation“ angewendet, um normabweichende Handlungslogiken, Zielsetzungen und Konfliktlinien zur Mehrheitsgesellschaft nachvollziehbar zu analysieren.

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Handlungstheorie und Ordnungstheorie: Internalisierung und Institutionalisierung von Handlungsnormen zur Strukturierung des Handelns der „Letzten Generation“

  • Enese Ágnes Daróczi

摘要

Dieses Kapitel führt Parsons’ Handlungstheorie konsequent als Ordnungstheorie weiter: Handeln ist zielgerichtet, situativ eingebettet und wird durch Normen und Werte strukturiert, die im Persönlichkeitssystem internalisiert und im Sozialsystem institutionalisiert werden. Anhand der drei Teilsysteme (Personality, Social, Cultural System) wird gezeigt, wie soziale Ordnung über geteilte Normen, Rollen und Sozialisation stabilisiert wird und zugleich Handlungsoptionen begrenzt. Die Verbindung von Handlung und Ordnung wird über die Pattern Variables konkretisiert, die als analytische Entscheidungsdichotomien die Orientierung von Akteur:innen beschreibbar machen. Abschließend wird das Instrumentarium exemplarisch auf die Protestpraxis der „Letzten Generation“ angewendet, um normabweichende Handlungslogiken, Zielsetzungen und Konfliktlinien zur Mehrheitsgesellschaft nachvollziehbar zu analysieren.