Im Zuge der Analyse des Verhältnisses von Psychischem, Sozialem und Kritik wird im vorliegenden Kapitel die Rekonstruktion von Lorenzers Theorie im Hinblick auf den Begriff der Psyche fortgesetzt. Im Zentrum steht dabei der lorenzersche Begriff der sinnlich-symbolischen Interaktionsform, der eine weitere Form psychischer Verarbeitung bezeichnet, die idealtypisch vor dem Hintergrund der Einigung auf relative Abhängigkeit im Kontext des Übergangs aus der Primärdyade in frühe Formen der Eigenständigkeit herausgebildet wird. Der Begriff der Einigung auf relative Abhängigkeit synthetisiert Lorenzers Begriff der Einigung mit dem winnicottschen der „relativen Abhängigkeit“. Diese Begriffsintegration wird vor dem Hintergrund des von Freud beschriebenen und exemplarischen Fort-Da-Spiels durch eine punktuelle Vermittlung von Lorenzer und Winnicott vollzogen, während gleichzeitig auf bleibende Differenzen und Ergänzungsmöglichkeiten hingewiesen wird. Neben einem kurzen Exkurs zur Gegenstandssozialisation bildet ein Abschnitt zur methodisch-methodologischen Dimension lebenslang relevanter sinnlich-symbolischer Interaktionsformen den Abschluss des Kapitels.

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Einigung auf relative Abhängigkeit

  • Simon Heyny

摘要

Im Zuge der Analyse des Verhältnisses von Psychischem, Sozialem und Kritik wird im vorliegenden Kapitel die Rekonstruktion von Lorenzers Theorie im Hinblick auf den Begriff der Psyche fortgesetzt. Im Zentrum steht dabei der lorenzersche Begriff der sinnlich-symbolischen Interaktionsform, der eine weitere Form psychischer Verarbeitung bezeichnet, die idealtypisch vor dem Hintergrund der Einigung auf relative Abhängigkeit im Kontext des Übergangs aus der Primärdyade in frühe Formen der Eigenständigkeit herausgebildet wird. Der Begriff der Einigung auf relative Abhängigkeit synthetisiert Lorenzers Begriff der Einigung mit dem winnicottschen der „relativen Abhängigkeit“. Diese Begriffsintegration wird vor dem Hintergrund des von Freud beschriebenen und exemplarischen Fort-Da-Spiels durch eine punktuelle Vermittlung von Lorenzer und Winnicott vollzogen, während gleichzeitig auf bleibende Differenzen und Ergänzungsmöglichkeiten hingewiesen wird. Neben einem kurzen Exkurs zur Gegenstandssozialisation bildet ein Abschnitt zur methodisch-methodologischen Dimension lebenslang relevanter sinnlich-symbolischer Interaktionsformen den Abschluss des Kapitels.