Transformation globaler Machtverhältnisse aus der Perspektive einer prozessorientierten Hegemonietheorie
摘要
Dass Chinas ökonomische Macht in der Weltwirtschaft wächst, ist heute nahezu ein Gemeinplatz in der politikwissenschaftlichen Diskussion. Wie das theoretische Konzept von Macht verstanden wird, hat dabei allerdings weitreichenden Einfluss: Die theoretische Brille liefert Kriterien dafür, was wir überhaupt in den Blick nehmen, wie wir (ökonomische) Zusammenhänge denken oder was wir für wichtig und unwichtig halten. Und sie entscheidet maßgeblich über die Art der produzierten Ergebnisse und die Stoßrichtung ihrer politischen Bewertung. In diesem Kapitel wird die Perspektive einer prozessorientierten Hegemonietheorie entwickelt, die im Rückgriff auf die Arbeiten Antonio Gramscis sowie neogramscianische Debatten zu Herrschaftsverhältnissen auf internationaler Ebene konzipiert wird. Auf dieser Basis wird eine Heuristik zur Analyse von Beschaffenheit und Formwandel von Hegemonie erarbeitet. Abschließend wird die Operationalisierung der Perspektive entfaltet sowie Vorschungsperspektive und methodisches Vorgehen der Studie dargelegt.