„Deutscher Islam“ zwischen antimuslimischem Rassismus und „Islamismus“? Zur Co-Produktion eines kontroversen Konzepts
摘要
Das Projekt D:Islam („Deutscher Islam als Alternative zum Islamismus“) untersuchte, ob und wie sich ein „Deutscher Islam“ jenseits normativer Forderungen in Gemeinden, Verbänden und Lebenswelten von Muslim:innen in Deutschland entwickelt. Ziel war es, hybride, islamisch geprägte Gegenmodelle zu islamistischen und antipluralistischen Ansätzen zu identifizieren. Die Forschung gliederte sich in drei Schwerpunkte: (1) die Analyse islamistisch-extremistischer Phishing-Strategien, (2) die Untersuchung von Community Defense-Strategien insbesondere muslimischer Frauenorganisationen und (3) die theoretische Fundierung eines „Deutschen Islam“. In einem Mixed-Methods-Ansatz wurden Offline- und Online-Phänomene analysiert, darunter 3000 TikTok-Videos muslimischer Content Creator. Das Projekt zeigte, dass sich ein „Deutscher Islam“ als dynamisches Konzept zwischen den Polen antimuslimischer Rassismus und Islamismus herausbildet, das pluralistische und egalitäre Ansätze fördert. Die Forschungsergebnisse verdeutlichten, wie muslimische Akteur:innen innovative Ansätze für Integration und gesellschaftliche Kohäsion entwickelten, während sie zugleich revisionistische und extremistische Einflüsse abwehren.