Einsätze mit Menschen in psychischen Krisen stellen einen bedeutenden Teil polizeilicher Arbeit dar und sind für die beteiligten Polizeibeamt*innen mit spezifischen Herausforderungen verbunden. So berichten viele Polizeibeamt*innen von Schwierigkeiten in der Interaktion mit Menschen, die sich in einer akuten psychischen Krise befinden. Diese gingen nicht zuletzt auf eine schlechte Vorhersehbarkeit des Verhaltens von Menschen in einer akuten psychischen Krisensituation zurück, verbunden mit teils fehlendem Fachwissen über psychische Erkrankungen und einer hohen Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufseiten der Polizei. Dies kann einen angemessenen und respektvollen Umgang mit den betroffenen Personen erschweren. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Beitrag für eine stärkere Berücksichtigung der Perspektive der Betroffenen selbst und der professionell in der Psychiatrie tätigen Personen plädiert, um geeignete praxisnahe Veränderungen in der Polizeiarbeit anstoßen zu können. Dies schließt den Einbezug von Menschen mit eigener psychischer Krisenerfahrung und von professionell in der Psychiatrie Tätigen in Schulungskonzepte für (angehende) Polizeibeamt*innen ein.

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Der polizeiliche Kontakt zu Menschen in psychischen Krisen unter Berücksichtigung der Perspektive von Personen mit eigener psychischer Krisenerfahrung und professionell in der Psychiatrie Tätigen

  • Simone Agnes Efkemann,
  • Imke Heuer,
  • Jakov Gather

摘要

Einsätze mit Menschen in psychischen Krisen stellen einen bedeutenden Teil polizeilicher Arbeit dar und sind für die beteiligten Polizeibeamt*innen mit spezifischen Herausforderungen verbunden. So berichten viele Polizeibeamt*innen von Schwierigkeiten in der Interaktion mit Menschen, die sich in einer akuten psychischen Krise befinden. Diese gingen nicht zuletzt auf eine schlechte Vorhersehbarkeit des Verhaltens von Menschen in einer akuten psychischen Krisensituation zurück, verbunden mit teils fehlendem Fachwissen über psychische Erkrankungen und einer hohen Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufseiten der Polizei. Dies kann einen angemessenen und respektvollen Umgang mit den betroffenen Personen erschweren. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Beitrag für eine stärkere Berücksichtigung der Perspektive der Betroffenen selbst und der professionell in der Psychiatrie tätigen Personen plädiert, um geeignete praxisnahe Veränderungen in der Polizeiarbeit anstoßen zu können. Dies schließt den Einbezug von Menschen mit eigener psychischer Krisenerfahrung und von professionell in der Psychiatrie Tätigen in Schulungskonzepte für (angehende) Polizeibeamt*innen ein.