Dieser Beitrag untersucht die komplexen Verflechtungen zwischen Sprache, Macht und Rassismus im Rahmen der symbolischen Ordnung. Inspiriert von der Theorie Pierre Bourdieus und weiteren relevanten Ansätzen. Ausgangspunkt ist ein sozial reales Ereignis, bei dem rassistische Parolen in einem Video von jungen Menschen auf Sylt gerufen wurden. Solche Vorfälle verdeutlichen, wie tief rassistische Einstellungen in der Gesellschaft verankert sind und wie Sprache als Werkzeug zur Ausgrenzung und Dominanz dient. Rassistische Äußerungen sind dabei nicht nur Ausdruck von Vorurteilen, sondern auch Instrumente der symbolischen Gewalt, die soziale Hierarchien manifestieren und legitimieren. Der Beitrag analysiert daher exemplarisch die abwertenden Postulierungen von Thilo Sarrazin sowie die rhetorischen Strategien der AfD (Alternative für Deutschland), um zu zeigen, wie Sprache bewusst zur Einübung und Legitimation rassistischer Strukturen eingesetzt wird. Ziel ist es, die Mechanismen zu erläutern, durch die Sprache als Medium fungiert, um rassistische Ideologien zu reproduzieren und zu manifestieren. Abschließend wird die Frage behandelt, unter welchen Voraussetzungen Sprache selbst rassistisch, diskriminierend und verletzend wirkt und welche Rolle die symbolische Ordnung dabei spielt.

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Sprache, Macht und Rassismus im Zeichen der Symbolischen Ordnung

  • Gudrun Hentges,
  • Kemal Bozay

摘要

Dieser Beitrag untersucht die komplexen Verflechtungen zwischen Sprache, Macht und Rassismus im Rahmen der symbolischen Ordnung. Inspiriert von der Theorie Pierre Bourdieus und weiteren relevanten Ansätzen. Ausgangspunkt ist ein sozial reales Ereignis, bei dem rassistische Parolen in einem Video von jungen Menschen auf Sylt gerufen wurden. Solche Vorfälle verdeutlichen, wie tief rassistische Einstellungen in der Gesellschaft verankert sind und wie Sprache als Werkzeug zur Ausgrenzung und Dominanz dient. Rassistische Äußerungen sind dabei nicht nur Ausdruck von Vorurteilen, sondern auch Instrumente der symbolischen Gewalt, die soziale Hierarchien manifestieren und legitimieren. Der Beitrag analysiert daher exemplarisch die abwertenden Postulierungen von Thilo Sarrazin sowie die rhetorischen Strategien der AfD (Alternative für Deutschland), um zu zeigen, wie Sprache bewusst zur Einübung und Legitimation rassistischer Strukturen eingesetzt wird. Ziel ist es, die Mechanismen zu erläutern, durch die Sprache als Medium fungiert, um rassistische Ideologien zu reproduzieren und zu manifestieren. Abschließend wird die Frage behandelt, unter welchen Voraussetzungen Sprache selbst rassistisch, diskriminierend und verletzend wirkt und welche Rolle die symbolische Ordnung dabei spielt.