Die Begriffe ‚Grundbedürfnisse‘, ‚Motive‘, ‚Interessen‘ und ‚Präferenzen‘ bilden ein weites semantisches Spektrum handlungsmotivierender Konzepte. Der vorliegende Beitrag diskutiert diese zentralen Begriffe im Spannungsfeld von Psychologie und Ethik. Ausgehend von der Frage, was menschliches Handeln motiviert und wie es ethisch gerechtfertigt werden kann, verbindet der Beitrag eine handlungstheoretische mit einer normativ-ethischen Perspektive. Exemplarisch werden klassische (Aristoteles, Anscombe, Davidson) und zeitgenössische (Singer, Nussbaum) Theorien herangezogen, um subjektive und objektive Begründungsansätze zu analysieren und voneinander abzugrenzen. Während subjektivistische Positionen individuelle Präferenzen in den Vordergrund stellen, betonen objektivistische Ansätze universale Grundbedürfnisse als ethisch zulässige Rechtfertigung. Der Beitrag zeigt die Grenzen beider Sichtweisen auf und plädiert für eine integrative Position, die subjektive und objektive Motive in einer ausgewogenen ethischen Begründungspraxis zusammenführt.

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Motive, Interessen, Präferenzen und Grundbedürfnisse aus ethischer Sicht

  • Bert Heinrichs,
  • Sandra Scholl

摘要

Die Begriffe ‚Grundbedürfnisse‘, ‚Motive‘, ‚Interessen‘ und ‚Präferenzen‘ bilden ein weites semantisches Spektrum handlungsmotivierender Konzepte. Der vorliegende Beitrag diskutiert diese zentralen Begriffe im Spannungsfeld von Psychologie und Ethik. Ausgehend von der Frage, was menschliches Handeln motiviert und wie es ethisch gerechtfertigt werden kann, verbindet der Beitrag eine handlungstheoretische mit einer normativ-ethischen Perspektive. Exemplarisch werden klassische (Aristoteles, Anscombe, Davidson) und zeitgenössische (Singer, Nussbaum) Theorien herangezogen, um subjektive und objektive Begründungsansätze zu analysieren und voneinander abzugrenzen. Während subjektivistische Positionen individuelle Präferenzen in den Vordergrund stellen, betonen objektivistische Ansätze universale Grundbedürfnisse als ethisch zulässige Rechtfertigung. Der Beitrag zeigt die Grenzen beider Sichtweisen auf und plädiert für eine integrative Position, die subjektive und objektive Motive in einer ausgewogenen ethischen Begründungspraxis zusammenführt.