Zusammenfassung der theoretischen Bezüge
摘要
Im Zuge der ‚historisch-systematischen‘ Rekonstruktion der philosophisch-pädagogischen Ideengeschichte zeigte sich die folgende übergreifende Struktur: Muße ist eine selbstzweckhafte und -bezügliche Tätigkeit „von bestimmbarer Qualität […] die sich nicht auf einen Nutzen verrechnen lässt“. Die Inanspruchnahme von Muße in bildungstheoretischer Absicht zielt darauf ab, jene als pädagogisch fruchtbare Gegensphäre zu einer Arbeits- und Freizeitsphäre zu entwerfen, die durch einseitig ökonomisch-funktionalistische Nutzenkalküle dominiert ist. Die erzieherische Kultivierung der Muße ermöglicht – in der epistemischen Dimension – autonome Erkenntnisprozesse und zielt zugleich – in der ethischen Dimension – auf die (politische) Reflexion der Gestaltung des ‚guten Lebens‘ im Gemeinwesen ab.