Dass das neoliberale Konzept nicht dem professionellen Konzept der Sozialen Arbeit entspricht, wurde bereits in Kap.  4 belegt. Eine wichtige Einflussebene der neoliberalen Umsteuerung ergibt sich folglich aus der Tatsache, dass dieses so ganz anderes ausgerichtete neoliberale Konzept, das der Ideologie des Aktivierenden Staates mit seinem Menschenbild und seinen ökonomistische orientierten Zielperspektiven entspricht, alltäglich und kontinuierlich in die konkrete Arbeit hineingetragen wird. Die gesetzlichen und verordneten Vorgänge des Sozialmanagements, vor allem der Neuen Steuerung, unterstützen diesen Prozess und bewirken eine allmähliche Gewöhnung der SozialarbeiterInnen an die veränderten Handlungsprinzipien. Es kommt zu massiven Verschiebungen, Umdeutungen und Umorientierungen dessen, was professionelle Soziale Arbeit bisher sein wollte. Das neue ökonomistische Menschenbild zum Beispiel und die Abwendung von ethischen Verpflichtungen, sowie die Abwendung von den Problemen der Lebenswelt der Klientel zugunsten einer Konzentration einzig und allein auf die Perspektive der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben führen dazu, dass Soziale Arbeit ihr Gesicht und ihren Kern immer mehr verändert und ihrer Funktion, Menschen bei der Bewältigung ihres Lebens zu unterstützen, nicht mehr nachkommen kann und will.

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Die Folgen der Dominanz des neoliberalen Konzeptes

  • Mechthild Seithe

摘要

Dass das neoliberale Konzept nicht dem professionellen Konzept der Sozialen Arbeit entspricht, wurde bereits in Kap.  4 belegt. Eine wichtige Einflussebene der neoliberalen Umsteuerung ergibt sich folglich aus der Tatsache, dass dieses so ganz anderes ausgerichtete neoliberale Konzept, das der Ideologie des Aktivierenden Staates mit seinem Menschenbild und seinen ökonomistische orientierten Zielperspektiven entspricht, alltäglich und kontinuierlich in die konkrete Arbeit hineingetragen wird. Die gesetzlichen und verordneten Vorgänge des Sozialmanagements, vor allem der Neuen Steuerung, unterstützen diesen Prozess und bewirken eine allmähliche Gewöhnung der SozialarbeiterInnen an die veränderten Handlungsprinzipien. Es kommt zu massiven Verschiebungen, Umdeutungen und Umorientierungen dessen, was professionelle Soziale Arbeit bisher sein wollte. Das neue ökonomistische Menschenbild zum Beispiel und die Abwendung von ethischen Verpflichtungen, sowie die Abwendung von den Problemen der Lebenswelt der Klientel zugunsten einer Konzentration einzig und allein auf die Perspektive der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben führen dazu, dass Soziale Arbeit ihr Gesicht und ihren Kern immer mehr verändert und ihrer Funktion, Menschen bei der Bewältigung ihres Lebens zu unterstützen, nicht mehr nachkommen kann und will.