Die Neue Steuerung definiert die betriebswirtschaftlichen Steuerungsmechanismen, mit denen die neoliberalen Grundsätze einer „sozialen Dienstleistung“ umgesetzt werden müssen, um dem staatlich vorgeschriebenen Prozedere zu genügen. Im Zentrum dieser betriebswirtschaftlichen Dienstleistungs-Ökonomie stehen Themen wie Rechnungswesen, Controlling, Finanzierung, Marketing, Organisationslehre, Rechtsformen, normative, strategische und operative Unternehmensführung sowie Personalwirtschaft. Von der Sozialen Arbeit wird erwartet, dass sie sich wie alle Unternehmen der marktorientierten Wirtschaft den betriebswirtschaftlichen Regelungen und Überprüfungen stellt und „sich rechnet“. Das bedeutet, dass nur diejenige Soziale Arbeit akzeptiert und damit auch finanziert wird, die aus Sicht des Kostenträgers einen überprüfbaren Output erzielt. Die Effizienz, verstanden hier als die Beachtung des Gebotes minimaler Ausgaben unter allen Umständen, stellt damit das zentrale Steuerungsgebot dar. Soziale Arbeit wird in diesem Kontext als planbare, berechenbare Größe gehandelt und bewertet. Mit der verbindlichen Anwendung und Durchsetzung des „Sozialmanagements“ (Neue Steuerung) sind diese Verfahren unumgehbar, will man in der Sozialen Arbeit öffentliche Gelder in Anspruch nehmen. Die Soziale Arbeit wird durch die Neue Steuerung zum Verzicht auf Handlungsmerkmale, die aus Sich der professionellen Sozialen Arbeit unverzichtbar sind (z.B. Themenoffenheit, Zieloffenheit, Methodenoffenheit) gezwungen. Von daher kommt ihr und ihren einzelnen Verfahrensvorschriften für die Praxis der Sozialen Arbeit eine enorme Bedeutung zu, die sich in vielfältigen Konsequenzen für die Profession Soziale Arbeit manifestiert.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Die Neue Steuerung und ihre Folgen für die Soziale Arbeit

  • Mechthild Seithe

摘要

Die Neue Steuerung definiert die betriebswirtschaftlichen Steuerungsmechanismen, mit denen die neoliberalen Grundsätze einer „sozialen Dienstleistung“ umgesetzt werden müssen, um dem staatlich vorgeschriebenen Prozedere zu genügen. Im Zentrum dieser betriebswirtschaftlichen Dienstleistungs-Ökonomie stehen Themen wie Rechnungswesen, Controlling, Finanzierung, Marketing, Organisationslehre, Rechtsformen, normative, strategische und operative Unternehmensführung sowie Personalwirtschaft. Von der Sozialen Arbeit wird erwartet, dass sie sich wie alle Unternehmen der marktorientierten Wirtschaft den betriebswirtschaftlichen Regelungen und Überprüfungen stellt und „sich rechnet“. Das bedeutet, dass nur diejenige Soziale Arbeit akzeptiert und damit auch finanziert wird, die aus Sicht des Kostenträgers einen überprüfbaren Output erzielt. Die Effizienz, verstanden hier als die Beachtung des Gebotes minimaler Ausgaben unter allen Umständen, stellt damit das zentrale Steuerungsgebot dar. Soziale Arbeit wird in diesem Kontext als planbare, berechenbare Größe gehandelt und bewertet. Mit der verbindlichen Anwendung und Durchsetzung des „Sozialmanagements“ (Neue Steuerung) sind diese Verfahren unumgehbar, will man in der Sozialen Arbeit öffentliche Gelder in Anspruch nehmen. Die Soziale Arbeit wird durch die Neue Steuerung zum Verzicht auf Handlungsmerkmale, die aus Sich der professionellen Sozialen Arbeit unverzichtbar sind (z.B. Themenoffenheit, Zieloffenheit, Methodenoffenheit) gezwungen. Von daher kommt ihr und ihren einzelnen Verfahrensvorschriften für die Praxis der Sozialen Arbeit eine enorme Bedeutung zu, die sich in vielfältigen Konsequenzen für die Profession Soziale Arbeit manifestiert.