Um nicht in scheinbar aussichtsloser Kritik stecken zu bleiben, wird die Frage gestellt, was erforderlich wäre, um das professionelle Konzept so neu aufzustellen, dass es dem neoliberalen Konzept widerstehen kann und sich sehr viel deutlicher dagegen abgrenzt als bisher. Das erfordert eine Neukalibrierung an entscheidenden Stellen. Genannt werden zunächst die Grundlagen für ein solches Konzept. Dazu gehört die Notwendigkeit, dass ein professionelles Handlungskonzept nicht als unerreichbares Ideal gehandelt wird, sondern mit dem Anspruch konkreter Veränderungen und abgeleiteter Forderungen auftritt und so in der gegenwärtigen Praxis genutzt werden kann. Des Weiteren werden Anregungen, Vorschläge und Ideen zu den Inhalten eines entsprechenden Konzeptes vorgelegt. Beantwortet wird die Frage, welche der Aussagen des bestehenden Konzeptes im Wesentlichen übernommen werden könnten bzw. welche Schwerpunktsetzungen und Vertiefungen zu einzelnen Aspekten erforderlich sind. Schließlich befasst sich das Kapitel mit den konzeptionellen Themen, bei denen eine inhaltliche Diskussion und anschließende Korrektur und Neufassung erforderlich sind. Diskutiert wird die Frage, was eine Wiederbesinnung auf die Soziale Frage für die professionelle Soziale Arbeit bedeuten würde. Weitere Themen sind das Verhältnis von individuellem Fallzugang und Individualisierung, die Bedeutung der Auseinandersetzung auch mit der persönlichen Betroffenheit von KlientInnen und die Frage nach der Berechtigung des Vorwurfs einer Defizitorientierung. Schließlich geht es darum, wie die drohende Deprofessionalisierung durch ein entsprechend neukalibriertes Konzept und durch einen offensiven Umgang mit ihm verhindert werden könnte.

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Überlegungen für ein neu kalibriertes Konzept Sozialer Arbeit

  • Mechthild Seithe

摘要

Um nicht in scheinbar aussichtsloser Kritik stecken zu bleiben, wird die Frage gestellt, was erforderlich wäre, um das professionelle Konzept so neu aufzustellen, dass es dem neoliberalen Konzept widerstehen kann und sich sehr viel deutlicher dagegen abgrenzt als bisher. Das erfordert eine Neukalibrierung an entscheidenden Stellen. Genannt werden zunächst die Grundlagen für ein solches Konzept. Dazu gehört die Notwendigkeit, dass ein professionelles Handlungskonzept nicht als unerreichbares Ideal gehandelt wird, sondern mit dem Anspruch konkreter Veränderungen und abgeleiteter Forderungen auftritt und so in der gegenwärtigen Praxis genutzt werden kann. Des Weiteren werden Anregungen, Vorschläge und Ideen zu den Inhalten eines entsprechenden Konzeptes vorgelegt. Beantwortet wird die Frage, welche der Aussagen des bestehenden Konzeptes im Wesentlichen übernommen werden könnten bzw. welche Schwerpunktsetzungen und Vertiefungen zu einzelnen Aspekten erforderlich sind. Schließlich befasst sich das Kapitel mit den konzeptionellen Themen, bei denen eine inhaltliche Diskussion und anschließende Korrektur und Neufassung erforderlich sind. Diskutiert wird die Frage, was eine Wiederbesinnung auf die Soziale Frage für die professionelle Soziale Arbeit bedeuten würde. Weitere Themen sind das Verhältnis von individuellem Fallzugang und Individualisierung, die Bedeutung der Auseinandersetzung auch mit der persönlichen Betroffenheit von KlientInnen und die Frage nach der Berechtigung des Vorwurfs einer Defizitorientierung. Schließlich geht es darum, wie die drohende Deprofessionalisierung durch ein entsprechend neukalibriertes Konzept und durch einen offensiven Umgang mit ihm verhindert werden könnte.