Polarisierung im Kontext städtischer Konflikte mit Migrationsbezug
摘要
Die Frage nach der gespaltenen Gesellschaft („Gespaltene Gesellschaft? Herausforderungen für die Politische Bildung in diversen Gesellschaften“ war der Titel der Abschlussveranstaltung des BMBF-Projekts Fremde im eigenen Land? Eine Studie über die Veränderbarkeit nationaler Narrative mithilfe Politischer Laboratorien, die am 11./12. Februar 2021 digital stattfand. Beim nachfolgend genannten Forschungsprojekt MigraChance (2018–2021) handelt es sich um einen Forschungsverbund der Standorte FH Erfurt (Stadt- und Raumplanung), Helmholtzzentrum für Umweltforschung Leipzig (Stadt- und Umweltsoziologie) sowie der WWU Münster (Institut für Politikwissenschaften). Das Projekt untersuchte in drei verschiedenen Kommunen migrationsbezogene Konflikte und unter welchen Bedingungen sie als Herausforderungen oder Chancen im Wandel der deutschen Einwanderungsgesellschaft wirksam wurden. Näheres unter: www.migrachance.de.) nehme ich im Folgenden zum Anlass, um einmal mehr einen Blick auf Forschungsergebnisse des Projekts MigraChance zu werfen. Einer der darin analysierten Leipziger Konflikte (Vgl. Krahmer et al. 2020, S. 77 ff.) soll mir als Ausgangspunkt dienen, um der Frage nach Wirkung und Funktion von Polarisierungsprozessen anhand konkreter Auseinandersetzung nachzugehen. Was lässt sich am lokalen Konfliktgeschehen über Polarisierung als soziales Phänomen lernen?