Einleitung
摘要
„Wenn man bestimmte Details anerkennt und akzeptiert, die den eigenen Glauben, die eigenen Werte, die eigenen Traditionen und die eigene Vielfalt bereichern, bedeutet das nicht, dass man sein GeorgischSein verliert oder seine Heimat verleugnet. Wenn jemand so denkt, hat er einen engen Blickwinkel. Er befindet sich in einem viereckigen Raum und weigert sich, auch nur ein einziges Loch zu bohren, um Licht in diesen Raum zu lassen […]. Wir kommen alle mit unseren Rechtecken hierher, aber wie viele Löcher wir dann hineinbohren, ist individuell. Ich verstehe das so: Wenn wir Löcher machen, heißt das nicht, dass das Bestehende herausfliegt und verschwindet. Vielmehr fällt ein neues Licht darauf und das Vorhandene wird aus einem anderen Blickwinkel betrachtet“ – sagt im Hinblick auf ihre Migration Nia, eine meiner Gesprächspartnerin. Sie ist aus Georgien nach Deutschland gekommen, um hier zu studieren. In dieser metaphorischen Erzählung veranschaulicht sie die Bedeutung, anderen Ideen, Kulturen und Perspektiven gegenüber aufgeschlossen zu begegnen.