Auf der Grundlage von Gruppendiskussionen mit Vereinsvorständen werden in Kapitel 13 inhaltsanalytisch (1) Hindernisse ehrenamtlichen Engagements auf Vorstandsebene und dabei im Speziellen (2) geschlechtsspezifische Barrieren für Frauen sowie entsprechende (3) Veränderungspotenziale untersucht. Es deutet sich eine unterschiedliche Schwere der identifizierten Hindernisse (mangelnde vereinsinterne und -externe Unterstützung der Vorstände, fehlende Anerkennung ihres Engagements, die hohe Verantwortung der Engagierten und der Zeitmangel durch und für die Amtstätigkeiten) an. Geschlechtsspezifische Barrieren liegen vor allem in der Vereinbarung von Familie und Ehrenamt sowie der Rekrutierungspraxis in und von Sportvereinsvorständen. Die Ausgestaltung der geschlechtsspezifischen Barrieren für Frauen erweist sich als komplexes Wechselspiel subjekt- und strukturbezogener Einflüsse. Veränderungspotenziale zum Abbau geschlechtsspezifischer Barrieren für Frauen sind die Formalisierung der Rekrutierungspraxis mittels (kostenloser) Stellenausschreibungen, die direkte und empathische Ansprache von Frauen durch Vorstandsmitglieder, die Digitalisierung von Weiterbildungsangeboten und die Steigerung der Sensibilität für geschlechtsbezogene soziale Ungleichheiten in ehrenamtlichen Führungspositionen des Sports.

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Barrieren beim Zugang von Frauen zu einem ehrenamtlichen Engagement im Sportverein – Perspektiven von Vereinsvorständen

  • Friederike van der Linden

摘要

Auf der Grundlage von Gruppendiskussionen mit Vereinsvorständen werden in Kapitel 13 inhaltsanalytisch (1) Hindernisse ehrenamtlichen Engagements auf Vorstandsebene und dabei im Speziellen (2) geschlechtsspezifische Barrieren für Frauen sowie entsprechende (3) Veränderungspotenziale untersucht. Es deutet sich eine unterschiedliche Schwere der identifizierten Hindernisse (mangelnde vereinsinterne und -externe Unterstützung der Vorstände, fehlende Anerkennung ihres Engagements, die hohe Verantwortung der Engagierten und der Zeitmangel durch und für die Amtstätigkeiten) an. Geschlechtsspezifische Barrieren liegen vor allem in der Vereinbarung von Familie und Ehrenamt sowie der Rekrutierungspraxis in und von Sportvereinsvorständen. Die Ausgestaltung der geschlechtsspezifischen Barrieren für Frauen erweist sich als komplexes Wechselspiel subjekt- und strukturbezogener Einflüsse. Veränderungspotenziale zum Abbau geschlechtsspezifischer Barrieren für Frauen sind die Formalisierung der Rekrutierungspraxis mittels (kostenloser) Stellenausschreibungen, die direkte und empathische Ansprache von Frauen durch Vorstandsmitglieder, die Digitalisierung von Weiterbildungsangeboten und die Steigerung der Sensibilität für geschlechtsbezogene soziale Ungleichheiten in ehrenamtlichen Führungspositionen des Sports.