Der vorliegende Beitrag befasst sich mit einem Blick von außen auf die deutsche Zeitenwende. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, welche Erwartungen Deutschlands Nachbarn und Verbündete haben, und ob es eine verteidigungspolitische Führungsrolle im euro-atlantischen Raum übernehmen soll. Die Entwicklung der eigenen militärischen Fähigkeiten zur Sicherung der Landes- und Bündnisverteidigung, die Stärkung der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten der NATO gegenüber Russland, und die Fortsetzung der Unterstützung der Ukraine sind die drei Prioritäten der Zeitenwende. Wie sich die Zeitenwende auf Deutschlands Sicherheits- und Verteidigungspolitik langfristig auswirkt, lässt sich jedoch noch nicht abschließend bewerten. Feststeht, dass sich Deutschland in dem global veränderten geopolitischen Kontext, nicht mehr als Status-quo Macht positionieren kann, sondern eher die bestehende Akzeptanz einer Führungsrolle nutzen sollte, um seine internationale Glaubwürdigkeit als strategischer Akteur in der entstehenden euro-atlantischen Sicherheitsordnung zu festigen.

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Die Zeitenwende von außen betrachtet: Hohe Führungserwartung an Deutschland

  • Patricia Daehnhardt

摘要

Der vorliegende Beitrag befasst sich mit einem Blick von außen auf die deutsche Zeitenwende. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, welche Erwartungen Deutschlands Nachbarn und Verbündete haben, und ob es eine verteidigungspolitische Führungsrolle im euro-atlantischen Raum übernehmen soll. Die Entwicklung der eigenen militärischen Fähigkeiten zur Sicherung der Landes- und Bündnisverteidigung, die Stärkung der Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten der NATO gegenüber Russland, und die Fortsetzung der Unterstützung der Ukraine sind die drei Prioritäten der Zeitenwende. Wie sich die Zeitenwende auf Deutschlands Sicherheits- und Verteidigungspolitik langfristig auswirkt, lässt sich jedoch noch nicht abschließend bewerten. Feststeht, dass sich Deutschland in dem global veränderten geopolitischen Kontext, nicht mehr als Status-quo Macht positionieren kann, sondern eher die bestehende Akzeptanz einer Führungsrolle nutzen sollte, um seine internationale Glaubwürdigkeit als strategischer Akteur in der entstehenden euro-atlantischen Sicherheitsordnung zu festigen.