Seit dem Ende des Kalten Krieges haben sich Veteranen und die Bundeswehr zunehmend aus dem öffentlichen Bewusstsein in Deutschland zurückgezogen. Die Abschaffung der Wehrpflicht, der Personalabbau und das Narrativ eines „friedenssichernden Einsatzes“ in Afghanistan haben die Entfremdung zwischen Bevölkerung und Militär verstärkt. Trotz der enormen Opfer, die Soldatinnen und Soldaten erbracht haben, blieb die gesellschaftliche Anerkennung oft aus. Politische Euphemismen führten dazu, dass wenig Verständnis für die traumatischen Erlebnisse der Einsatzveteranen vorhanden war. Zwar wurden überfällige Fortschritte in der Einsatzversorgung erreicht, doch weitere Maßnahmen sind notwendig. Ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel in der Einstellung zum Militär und zu Veteranen ist unerlässlich. Der kürzlich eingeführte Veteranentag könnte ein wichtiger Schritt zu mehr Sichtbarkeit und Anerkennung sein.

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Der lange Weg zurück: Veteranen zwischen Dienst und gesellschaftlicher Ignoranz

  • Kerstin Vieregge

摘要

Seit dem Ende des Kalten Krieges haben sich Veteranen und die Bundeswehr zunehmend aus dem öffentlichen Bewusstsein in Deutschland zurückgezogen. Die Abschaffung der Wehrpflicht, der Personalabbau und das Narrativ eines „friedenssichernden Einsatzes“ in Afghanistan haben die Entfremdung zwischen Bevölkerung und Militär verstärkt. Trotz der enormen Opfer, die Soldatinnen und Soldaten erbracht haben, blieb die gesellschaftliche Anerkennung oft aus. Politische Euphemismen führten dazu, dass wenig Verständnis für die traumatischen Erlebnisse der Einsatzveteranen vorhanden war. Zwar wurden überfällige Fortschritte in der Einsatzversorgung erreicht, doch weitere Maßnahmen sind notwendig. Ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel in der Einstellung zum Militär und zu Veteranen ist unerlässlich. Der kürzlich eingeführte Veteranentag könnte ein wichtiger Schritt zu mehr Sichtbarkeit und Anerkennung sein.