Kriegerhabitus und „Kriegstüchtigkeit“ der Bundeswehr. Von den Anfängen bis zur „Zeitenwende“
摘要
Moderne Streitkräfte stehen vor der Herausforderung, die Kampfbereitschaft ihrer Soldaten dauerhaft zu erhalten. Dies beschränkt sich nicht nur auf die eher technische Fähigkeit, taktische Verfahren auszuführen oder Waffensysteme zu bedienen, sondern auch das eigene Leben freiwillig zu gefährden. Der Beitrag stellt dazu am Beispiel der Bundeswehr die These auf, dass sich insbesondere in den Kampftruppen von Streitkräften ein Kriegerhabitus als Speicher von persönlichen Einstellungen erhält, welche der Kampfbereitschaft als solcher einen hohen Wert beimessen. Dieser Kriegerhabitus gerät regelmäßig in Widerspruch zu den im Frieden vorherrschenden Werten, die Sicherheit und Mäßigung betonen. Dies zeigt dieser Beitrag anhand des Ringens um die von der Truppe seit Aufbau der Bundeswehr hervorgebrachten Objektivierungen militärischer Werte von Tapferkeit und Opferbereitschaft.