Angst vor Robotern – Kulturelle Perspektiven auf technologische Autonomie
摘要
Seit der Wende zum 19. Jahrhundert wird technologische Autonomie kritisch bewertet und vor ihr gewarnt. Der Beitrag schlüsselt diesen Angstdiskurs exemplarisch auf. Die Untersuchung beginnt mit einer Interpretation von Goethes Der Zauberlehrling. Anschließend werden die unheimliche Natur des Automaten in E. T. A. Hoffmanns Der Sandmann, der Vernichtungskrieg der Roboter gegen die Menschen in Karel Čapeks R.U.R. und den Terminator-Filmen sowie Isaac Asimovs Einführung der Roboterethik und die darauffolgenden Ängste untersucht. Schließlich wird ein vergleichender Blick auf die Wahrnehmung von Robotern in östlichen und westlichen Kulturen geworfen. Im Laufe dieser Untersuchungen lassen sich verschiedene Alarm-Topoi identifizieren, wobei militärische Roboter eine Rolle spielen. Als solche Alarm-Topoi identifizieren wir Kontrollverlust, Replikation, Überlegenheit, Ähnlichkeit und Zerstörung/Vernichtung. Diese Diskurstopoi lassen sich miteinander in verschiedenen Mischungen kombinieren, um Szenarien zu kommunizieren, die Angst vor Robotern oder technologischer Autonomie auslösen. Dieser Alarm-Diskurs ist nicht unausweichlich, denn es gibt Alternativen. Eine Alternative ist die Vorstellung einer ethischen Selbststeuerung von Automaten, eine andere zeigt der Blick über den Tellerrand der westlichen Kultur.