Krisen als Veränderungsimpuls für Kommunalverwaltungen? Corona-Pandemie, Klimakrise und Migration – Herausforderungen und Chancen
摘要
Wie verändern sich Kommunalverwaltungen im Zuge der Krisenbewältigung? Diese Fragestellung wird anhand der Corona-Krise, der Klima-Krise sowie der Herausforderungen durch Migration untersucht. Der Umgang mit Krisen von der Seite der Stadt- und Kreisverwaltungen bietet die Möglichkeit, Krisenhandeln auf lokaler Ebene exemplarisch zu verstehen. Dabei sind vorhandene Strukturen zur Krisenbewältigung ebenso zu betrachten wie Vorgehensweisen, die sich spezifisch in der Corona-, Klima- und Migrationskrise neu entwickelt haben. Methodisch nutzen wir hierbei Literaturrecherchen, Dokumentenanalysen sowie für den Fall der Corona-Krise auch eine eigene Studie mit Experteninterviews zur Krisenkommunikation von Städten und Kreisen aus Nordrhein-Westfalen. Zunächst wird der Krisenbegriff geklärt und die Einbettung einzelner Krisen in ein multiples Krisengefüge konstatiert (1). Der Umgang der Kommunalverwaltungen mit der Corona-Krise (2), der Klimakrise (3) sowie den Herausforderungen der Migration (4) wird skizziert. Dabei werden unterschiedliche Gesichtspunkte der Krisenbewältigung anhand der drei Fälle von Krisen hervorgehoben. Ein Vergleich der drei Krisen hinsichtlich des Umgangs der Kommunalverwaltungen mit Wissen, Expertise und zivilgesellschaftlichen Netzwerken in Kommunalverwaltungen wird in Form einer tabellarischen Darstellung vorgenommen (5). Abschließend werden Krisen als dauerhafte Herausforderungen und zugleich als Impulsgeber für Kommunalverwaltungen diskutiert (6).