Mit dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) begann nach dem zweiten Weltkrieg eine Phase der Handelsliberalisierung. In acht Handelsrunden wurden die Zölle weltweit gesenkt. Mit der in der Mitte der 1990er-Jahre abgeschlossenen Uruguay-Runde wurden Rahmenabkommen zum internationalen Dienstleistungshandel (GATS), zum Schutz geistiger Eigentumsrechte (TRIPs) sowie zum Schutz handelsbezogener Investitionen (TRIMs) ausgehandelt. Die Aufgaben des GATT-Sekretariats wurden zudem von der neu gegründeten World Trade Organization (WTO) übernommen, die seitdem die weltweit zuständige Institution für eine regelbasierte Welthandelspolitik ist. In den Folgejahren konnten mehrere Abkommen, u. a. zum Abbau technischer Handelsbarrieren und zum internationalen Agrarhandel, erfolgreich beendet werden. Neben der internationalen Handelsordnung fehlt allerdings noch eine internationale Wettbewerbsordnung. Diese sollte international vereinbarte Wettbewerbsregeln für Unternehmen bereitstellen, mit denen der Missbrauch von Unternehmensmacht verhindert werden kann. Zudem sollten Wettbewerbsregeln für Staaten vereinbart werden, die diese auf eine faire und transparente Politik gegenüber ausländischen Unternehmen verpflichten. Diese Regelungen gibt es bisher erst ansatzweise.

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Internationale Handels- und Wettbewerbspolitik

  • Eckart Koch

摘要

Mit dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen (GATT) begann nach dem zweiten Weltkrieg eine Phase der Handelsliberalisierung. In acht Handelsrunden wurden die Zölle weltweit gesenkt. Mit der in der Mitte der 1990er-Jahre abgeschlossenen Uruguay-Runde wurden Rahmenabkommen zum internationalen Dienstleistungshandel (GATS), zum Schutz geistiger Eigentumsrechte (TRIPs) sowie zum Schutz handelsbezogener Investitionen (TRIMs) ausgehandelt. Die Aufgaben des GATT-Sekretariats wurden zudem von der neu gegründeten World Trade Organization (WTO) übernommen, die seitdem die weltweit zuständige Institution für eine regelbasierte Welthandelspolitik ist. In den Folgejahren konnten mehrere Abkommen, u. a. zum Abbau technischer Handelsbarrieren und zum internationalen Agrarhandel, erfolgreich beendet werden. Neben der internationalen Handelsordnung fehlt allerdings noch eine internationale Wettbewerbsordnung. Diese sollte international vereinbarte Wettbewerbsregeln für Unternehmen bereitstellen, mit denen der Missbrauch von Unternehmensmacht verhindert werden kann. Zudem sollten Wettbewerbsregeln für Staaten vereinbart werden, die diese auf eine faire und transparente Politik gegenüber ausländischen Unternehmen verpflichten. Diese Regelungen gibt es bisher erst ansatzweise.