Die Integration generativer KI-Systeme in Gestaltungsprozesse verändert traditionelle Praktiken der visuellen Bildproduktion grundlegend. Dies wirft nicht nur Fragen zur Produktionsstruktur visueller Medien auf, sondern auch zur Rolle und Wertschöpfung professioneller Gestalter:innen. Trotz der durch KI beschleunigten Erstellung visueller Inhalte bleiben grundlegende Herausforderungen bezüglich Konsistenz, gestalterischer Bedeutung, Ästhetik und kuratorischer Verantwortung bestehen. Im Rahmen eines Incubator-Forschungsprojekts der IU Internationalen Hochschule entstand das digitale Point-and-Click-Spiel „Das Sanatorium“ als praktischer Untersuchungsrahmen für den Einsatz generativer KI in gestalterischen Prozessen. Das Projekt untersuchte systematisch die gestalterischen, technischen und narrativen Dimensionen des KI-Einsatzes in einem realen Game-Development-Kontext. Ziel war es, zu ermitteln, inwieweit KI konsistente, steuerbare und qualitativ hochwertige Ergebnisse mit ästhetischer Kohärenz und glaubwürdiger Einbindung liefern kann. Dieser Beitrag analysiert die Interaktion zwischen menschlicher Kreativität, Intuition und KI-generierten Bildern in iterativen Designprozessen. Es wird untersucht, wie KI zur Exploration, Präzisierung und Komposition komplexer Szenen beiträgt, ohne dass die gestalterische Kontrolle aufgegeben wird. Auf Grundlage praxisbasierter Analysen und designtheoretischer Rahmungen wird ein dreiteiliges Prozessschema zur strukturierten Integration von KI in kreative Prozesse vorgeschlagen.

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Variation, Modulation, Synthese

  • Nadine Trautzsch

摘要

Die Integration generativer KI-Systeme in Gestaltungsprozesse verändert traditionelle Praktiken der visuellen Bildproduktion grundlegend. Dies wirft nicht nur Fragen zur Produktionsstruktur visueller Medien auf, sondern auch zur Rolle und Wertschöpfung professioneller Gestalter:innen. Trotz der durch KI beschleunigten Erstellung visueller Inhalte bleiben grundlegende Herausforderungen bezüglich Konsistenz, gestalterischer Bedeutung, Ästhetik und kuratorischer Verantwortung bestehen. Im Rahmen eines Incubator-Forschungsprojekts der IU Internationalen Hochschule entstand das digitale Point-and-Click-Spiel „Das Sanatorium“ als praktischer Untersuchungsrahmen für den Einsatz generativer KI in gestalterischen Prozessen. Das Projekt untersuchte systematisch die gestalterischen, technischen und narrativen Dimensionen des KI-Einsatzes in einem realen Game-Development-Kontext. Ziel war es, zu ermitteln, inwieweit KI konsistente, steuerbare und qualitativ hochwertige Ergebnisse mit ästhetischer Kohärenz und glaubwürdiger Einbindung liefern kann. Dieser Beitrag analysiert die Interaktion zwischen menschlicher Kreativität, Intuition und KI-generierten Bildern in iterativen Designprozessen. Es wird untersucht, wie KI zur Exploration, Präzisierung und Komposition komplexer Szenen beiträgt, ohne dass die gestalterische Kontrolle aufgegeben wird. Auf Grundlage praxisbasierter Analysen und designtheoretischer Rahmungen wird ein dreiteiliges Prozessschema zur strukturierten Integration von KI in kreative Prozesse vorgeschlagen.