Im Folgenden werden zwei bildungsbiografische Porträts präsentiert, die im Kontext einer Studie zu erfolgreichen Frauen aus den Communitys der Roma und Sinti in Deutschland (Jonuz und Weiß 2020) entstanden sind. Die Zielsetzungen der Studie waren eine Sichtbarmachung und Rekonstruktion (im Sinne einer in der Tendenz deskriptiven Erarbeitung) der Bildungs- und Berufsbiografien von erfolgreichen Frauen aus Sinti- oder Roma-Gemeinschaften sowie deren sequenzanalytisch-hermeneutische Interpretation als Kollektivbiografien bzw. in ihrer Verschränkung und Interaktion von Individuum, Kollektiv und Gesellschaft. Die textliche Darstellung der Bildungsbiografien, die auf zur Narration anregenden themenzentrierten Interviews basieren, folgt der Idee von Selbstzeugnissen als potenzielle Gegenerzählungen zu homogenisierenden dominanzgesellschaftlichen Narrationen über „SintiundRoma“ (Randjelović 2012, S. 674). Von daher werden anschließend theoretisierende Einordnungen und Deutungen eher sparsam vorgenommen und mit zahlreichen und umfangreichen Erzählpassagen aus den Interviews den Eigenperspektiven und -analysen der Befragten viel Raum gegeben.

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Und wenn das ganz viele machen, dann (…) kommt mehr Licht auf die Erde. Violette J. und Schwella V. – deutsche Sintizze der dritten Generation

  • Jane Weiß

摘要

Im Folgenden werden zwei bildungsbiografische Porträts präsentiert, die im Kontext einer Studie zu erfolgreichen Frauen aus den Communitys der Roma und Sinti in Deutschland (Jonuz und Weiß 2020) entstanden sind. Die Zielsetzungen der Studie waren eine Sichtbarmachung und Rekonstruktion (im Sinne einer in der Tendenz deskriptiven Erarbeitung) der Bildungs- und Berufsbiografien von erfolgreichen Frauen aus Sinti- oder Roma-Gemeinschaften sowie deren sequenzanalytisch-hermeneutische Interpretation als Kollektivbiografien bzw. in ihrer Verschränkung und Interaktion von Individuum, Kollektiv und Gesellschaft. Die textliche Darstellung der Bildungsbiografien, die auf zur Narration anregenden themenzentrierten Interviews basieren, folgt der Idee von Selbstzeugnissen als potenzielle Gegenerzählungen zu homogenisierenden dominanzgesellschaftlichen Narrationen über „SintiundRoma“ (Randjelović 2012, S. 674). Von daher werden anschließend theoretisierende Einordnungen und Deutungen eher sparsam vorgenommen und mit zahlreichen und umfangreichen Erzählpassagen aus den Interviews den Eigenperspektiven und -analysen der Befragten viel Raum gegeben.