Die sozial- und gesellschaftstheoretischen Ansätze zur Genese und Transformation symbolischer Ordnungen lassen sich grob unterscheiden in struktur- und differenztheoretische Perspektiven (Abschn. 5.1) und handlungstheoretische bzw. akteurszentrierte Perspektiven (Abschn. 5.2). Durkheim gilt gemeinhin als ‚Strukturtheoretiker‘, der das Soziale als objektive Tatsache konzipiert, die dem Individuum unabweislich gegenübersteht. In der französischen Tradition entstehen davon ausgehend sozialwissenschaftliche Theorien, die die Bedeutung gesellschaftlicher Strukturen hervorheben und das handelnde Subjekt nahezu zum Verschwinden bringen. Dies ist insbesondere in den strukturalistischen und poststrukturalistischen Ansätzen der Fall, welche die Genese und Transformation symbolischer Ordnungen differenztheoretisch begründen und argumentieren, dass sich die symbolischen Ordnungen ‚selbstdekonstruktiv‘ wandeln.

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Objektive Wirklichkeit

  • Saša Bosančić

摘要

Die sozial- und gesellschaftstheoretischen Ansätze zur Genese und Transformation symbolischer Ordnungen lassen sich grob unterscheiden in struktur- und differenztheoretische Perspektiven (Abschn. 5.1) und handlungstheoretische bzw. akteurszentrierte Perspektiven (Abschn. 5.2). Durkheim gilt gemeinhin als ‚Strukturtheoretiker‘, der das Soziale als objektive Tatsache konzipiert, die dem Individuum unabweislich gegenübersteht. In der französischen Tradition entstehen davon ausgehend sozialwissenschaftliche Theorien, die die Bedeutung gesellschaftlicher Strukturen hervorheben und das handelnde Subjekt nahezu zum Verschwinden bringen. Dies ist insbesondere in den strukturalistischen und poststrukturalistischen Ansätzen der Fall, welche die Genese und Transformation symbolischer Ordnungen differenztheoretisch begründen und argumentieren, dass sich die symbolischen Ordnungen ‚selbstdekonstruktiv‘ wandeln.