Kapitel 4 präsentiert die empirische Untersuchung zur Analyse von Compliance Management und Korruptionsverhalten in mittelständischen Familienunternehmen. Die Datenerhebung erfolgte zweigleisig: Zum einen wurde eine quantitativ-empirische Unternehmensbefragung durchgeführt, um den Stand der Implementierung und Ausgestaltung von Compliance-Management-Systemen (CMS) in der Praxis zu erfassen. Zum anderen wurde ein experimentelles Design eingesetzt, das auf Verhaltensdaten basiert, um individuelle Korruptionsneigung in unternehmensähnlichen Entscheidungssituationen zu messen. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Familienunternehmen im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen differenzierte Strukturen im Compliance-Bereich aufweisen, insbesondere hinsichtlich Formalisierung, Verantwortungszuweisung und wahrgenommenem Nutzen. Das Verhaltensexperiment legt offen, dass neben dem Unternehmenstyp auch personenbezogene Faktoren – etwa das Geschlecht – einen signifikanten Einfluss auf die Korruptionsneigung ausüben, während situative Anreize im gegebenen Setting geringere Wirkung entfalten. Insgesamt liefern die empirischen Befunde fundierte Erkenntnisse zu strukturellen und individuellen Einflussfaktoren und bilden die Grundlage für die Entwicklung eines konzeptionellen Frameworks in Kapitel 5.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Empirische Befunde

  • Anjuli Unruh

摘要

Kapitel 4 präsentiert die empirische Untersuchung zur Analyse von Compliance Management und Korruptionsverhalten in mittelständischen Familienunternehmen. Die Datenerhebung erfolgte zweigleisig: Zum einen wurde eine quantitativ-empirische Unternehmensbefragung durchgeführt, um den Stand der Implementierung und Ausgestaltung von Compliance-Management-Systemen (CMS) in der Praxis zu erfassen. Zum anderen wurde ein experimentelles Design eingesetzt, das auf Verhaltensdaten basiert, um individuelle Korruptionsneigung in unternehmensähnlichen Entscheidungssituationen zu messen. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Familienunternehmen im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen differenzierte Strukturen im Compliance-Bereich aufweisen, insbesondere hinsichtlich Formalisierung, Verantwortungszuweisung und wahrgenommenem Nutzen. Das Verhaltensexperiment legt offen, dass neben dem Unternehmenstyp auch personenbezogene Faktoren – etwa das Geschlecht – einen signifikanten Einfluss auf die Korruptionsneigung ausüben, während situative Anreize im gegebenen Setting geringere Wirkung entfalten. Insgesamt liefern die empirischen Befunde fundierte Erkenntnisse zu strukturellen und individuellen Einflussfaktoren und bilden die Grundlage für die Entwicklung eines konzeptionellen Frameworks in Kapitel 5.