Der Familienfriede
摘要
Wenn man sich in den aristotelischen Blickwinkel begibt, so sieht man die Familie als Keim- und Kernzelle der Dorfgemeinschaft und damit letztendlich auch des aus den Dorfgemeinschaften eines bestimmten Gebietes gebildeten Staates. Als Familie freilich verstand man in der griechischen Antike wie auch noch in römischer Zeit (im Gegensatz zu heute) nicht nur die Lebensgemeinschaft von (in der Regel) Mann und Frau samt deren Vorfahren und Nachkommen, sondern auch die unter ihrem Patronat oder Matriarchat lebenden Knechte und Mägde. Recht besehen wurde also dieser, im Römischen Recht als „familia“ firmierende, Verbund – der Haushalt also – zur Keim- und Kernzelle aller weiteren Vergesellschaftungs- und Vergemeinschaftungsformen. Eine Sichtweise dies, die mit dem Ausklang der Antike und der Entwicklung des mittelalterlichen zunächst Lehens- und dann Ständestaates für geraume Zeit zwar nicht gänzlich obsolet, aber eben doch von diesen soziopolitischen Gliederungsstrukturen überlagert werden sollte.