Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit der geringen Verbreitung der elektronischen Identität (eID) in Deutschland und den Gründen, warum potenzielle Diensteanbieter und Identifizierungsdiensteanbieter bisher vor der Integration der eID zurückschrecken. Das Kapitel arbeitet heraus, dass regulatorische Differenzen in den verschiedenen Sektoren und auf EU-Ebene, ein mangelndes Bewusstsein für den Nutzen der eID sowie eine fehlende politisch-strategische Ausrichtung den Zuwachs an Interessenparteien behindern. Zudem wird auf die hohen Kosten der Integration eingegangen, die sowohl auf finanzielle als auch zeitliche Aufwände auswirken. Der Staat spielt eine entscheidende Rolle im Aufbau eines erfolgreichen eID-Ökosystems, da er als Ausgeber der hoheitlichen Identitäten eine Richtungsweisende Position einnimmt. Der bisherige Fokus deutscher Projekte zur Steigerung der eID-Verbreitung auf hoheitliche Identitäten übergeht die Betrachtung vieler Anwendungsmöglichkeiten, die auch auf niedrigeren Vertrauensniveaus ablaufen sowie die Integration elektronischer Nachweise. Das Ziel des Kapitels ist es, das Bewusstsein über bestehende Hürden zu schärfen und konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren. Dabei sollen auch Handlungsanstöße für den Staat und Elemente der eID-Infrastruktur geboten werden, um den Zuwachs an Interessenparteien zu fördern und die Integration der eID voranzutreiben.

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Deutschlands eID-System: Hürden und Handlungsempfehlungen

  • Lilly Schmidt,
  • Isabel Skierka-Canton

摘要

Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit der geringen Verbreitung der elektronischen Identität (eID) in Deutschland und den Gründen, warum potenzielle Diensteanbieter und Identifizierungsdiensteanbieter bisher vor der Integration der eID zurückschrecken. Das Kapitel arbeitet heraus, dass regulatorische Differenzen in den verschiedenen Sektoren und auf EU-Ebene, ein mangelndes Bewusstsein für den Nutzen der eID sowie eine fehlende politisch-strategische Ausrichtung den Zuwachs an Interessenparteien behindern. Zudem wird auf die hohen Kosten der Integration eingegangen, die sowohl auf finanzielle als auch zeitliche Aufwände auswirken. Der Staat spielt eine entscheidende Rolle im Aufbau eines erfolgreichen eID-Ökosystems, da er als Ausgeber der hoheitlichen Identitäten eine Richtungsweisende Position einnimmt. Der bisherige Fokus deutscher Projekte zur Steigerung der eID-Verbreitung auf hoheitliche Identitäten übergeht die Betrachtung vieler Anwendungsmöglichkeiten, die auch auf niedrigeren Vertrauensniveaus ablaufen sowie die Integration elektronischer Nachweise. Das Ziel des Kapitels ist es, das Bewusstsein über bestehende Hürden zu schärfen und konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren. Dabei sollen auch Handlungsanstöße für den Staat und Elemente der eID-Infrastruktur geboten werden, um den Zuwachs an Interessenparteien zu fördern und die Integration der eID voranzutreiben.