Die deutsch-iranischen Beziehungen haben einen ganz besonderen Charakter, sodass diese enge, traditionelle, freundschaftliche Verbindung ohne koloniale Vergangenheit häufig als Grund für eine verstärkte Partnerschaft und die Übernahme von politischer Verantwortung als Vermittler genannt wird. Die Beziehungen waren, insbesondere nach der Islamischen Revolution von 1979, nicht frei von Spannungen, jedoch haben, im Gegensatz zu den US-iranischen Beziehungen, keine traumatischen Ereignisse, wie die Besetzung der US-amerikanischen Botschaft in Teheran im November 1979, das Verhältnis belastet. Die US-iranischen Beziehungen waren vor der Islamischen Revolution sehr eng, sodass die USA, die iranische Armee stark aufrüsteten und Iran als Gendarmen der USA in der Region des Nahen und Mittleren Ostens betrachteten. Nach der Islamischen Revolution, und insbesondere nach der Besetzung der US-Botschaft in Teheran, änderte sich dies, sodass das Verhältnis von starkem Misstrauen und Feindseligkeit geprägt war. Erst die Gespräche zum Nuklearabkommen ab 2013 haben zu offiziellen, direkten Gesprächen auf Außenministerebene zwischen Irans Außenminister Mohammad Dschawad Zarif und US-Außenminister John Kerry geführt. Diese enge Beziehung fand nach dem ersten Amtsantritt von Donald J. Trump als US-Präsidenten ein abruptes Ende. Die Ambivalenz der US-iranischen Beziehungen macht Vermittlertätigkeiten so wichtig. Deutschland hat bereits im Zuge der Atomverhandlungen versucht, zwischen den USA und Iran vermittelnd zu wirken. Die deutsche Wirtschaft, und die US-Sekundärsanktionen, haben die deutsche Außenpolitik direkt beeinflusst. Insbesondere nach dem Rückzug Donald J. Trumps aus dem JCPOA, waren deutsche Vermittlungstätigkeiten stark ausgeprägt.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Analyse der historisch-politischen und -wirtschaftlichen Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen zwischen Iran und dem Westen im Zuge der Atomverhandlungen von 2003 bis 2020

  • Wahid H. Tabatabai

摘要

Die deutsch-iranischen Beziehungen haben einen ganz besonderen Charakter, sodass diese enge, traditionelle, freundschaftliche Verbindung ohne koloniale Vergangenheit häufig als Grund für eine verstärkte Partnerschaft und die Übernahme von politischer Verantwortung als Vermittler genannt wird. Die Beziehungen waren, insbesondere nach der Islamischen Revolution von 1979, nicht frei von Spannungen, jedoch haben, im Gegensatz zu den US-iranischen Beziehungen, keine traumatischen Ereignisse, wie die Besetzung der US-amerikanischen Botschaft in Teheran im November 1979, das Verhältnis belastet. Die US-iranischen Beziehungen waren vor der Islamischen Revolution sehr eng, sodass die USA, die iranische Armee stark aufrüsteten und Iran als Gendarmen der USA in der Region des Nahen und Mittleren Ostens betrachteten. Nach der Islamischen Revolution, und insbesondere nach der Besetzung der US-Botschaft in Teheran, änderte sich dies, sodass das Verhältnis von starkem Misstrauen und Feindseligkeit geprägt war. Erst die Gespräche zum Nuklearabkommen ab 2013 haben zu offiziellen, direkten Gesprächen auf Außenministerebene zwischen Irans Außenminister Mohammad Dschawad Zarif und US-Außenminister John Kerry geführt. Diese enge Beziehung fand nach dem ersten Amtsantritt von Donald J. Trump als US-Präsidenten ein abruptes Ende. Die Ambivalenz der US-iranischen Beziehungen macht Vermittlertätigkeiten so wichtig. Deutschland hat bereits im Zuge der Atomverhandlungen versucht, zwischen den USA und Iran vermittelnd zu wirken. Die deutsche Wirtschaft, und die US-Sekundärsanktionen, haben die deutsche Außenpolitik direkt beeinflusst. Insbesondere nach dem Rückzug Donald J. Trumps aus dem JCPOA, waren deutsche Vermittlungstätigkeiten stark ausgeprägt.