Seit jeher repräsentieren Krankenhäuser wie kaum eine zweite gesellschaftliche Institution das Gemeinwohlkonzept. Vor dem Hintergrund ihres persistenten Images als Produzenten eines deutlich normativ aufgeladenen öffentlichen Guts – konkret: Gesundheit – gelten sie als klassische Adressaten von bürgerschaftlichem Engagement. Dass Krankenhäuser bedeutende Nutznießer von Spenden und ehrenamtlichem Engagement sind, ist sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in der Wissenschaftsgemeinde ein commonplace. Nach wie vor weitgehend unbekannt ist hingegen ein Aspekt, der im Kontext von Krankenhäusern angesichts einer seit etlichen Jahren vonstattengehenden Berichterstattung hinsichtlich Investitionsstau, Personalmangel und Arbeitsverdichtung nur ausgesprochen selten ins öffentliche Bewusstsein rückt und noch reichlich Forschungspotenzial aufweist: Krankenhäuser als Institutionen, die pro-aktiv Corporate Citizenship (CC) als strategisches Kommunikationsinstrument begreifen, um – im Sinne von Bourdieu (1983) – nachhaltig ihr Sozialkapital zu erhöhen. Ein entsprechender Perspektivwechsel steht im Fokus des vorliegenden Beitrags, in dem – anhand eines konkreten Fallbeispiels – aufgezeigt wird, welche konkreten Corporate Citizenship Aktionen und Maßnahmen in Krankenhäusern bis dato eingesetzt werden. Darüber hinaus soll aus problemzentrierter Perspektive dafür sensibilisiert werden, welche Implikationen Corporate Citizenship als strategisches Kommunikationsinstrument auf das institutionelle Selbstverständnis von Krankenhäusern hat.

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Im Spannungsfeld von Ethik und Effizienz: Corporate Citizenship als strategisches Kommunikationsinstrument unternehmerischer Krankenhäuser

  • Carl Heese,
  • Nicolai Scherle

摘要

Seit jeher repräsentieren Krankenhäuser wie kaum eine zweite gesellschaftliche Institution das Gemeinwohlkonzept. Vor dem Hintergrund ihres persistenten Images als Produzenten eines deutlich normativ aufgeladenen öffentlichen Guts – konkret: Gesundheit – gelten sie als klassische Adressaten von bürgerschaftlichem Engagement. Dass Krankenhäuser bedeutende Nutznießer von Spenden und ehrenamtlichem Engagement sind, ist sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung als auch in der Wissenschaftsgemeinde ein commonplace. Nach wie vor weitgehend unbekannt ist hingegen ein Aspekt, der im Kontext von Krankenhäusern angesichts einer seit etlichen Jahren vonstattengehenden Berichterstattung hinsichtlich Investitionsstau, Personalmangel und Arbeitsverdichtung nur ausgesprochen selten ins öffentliche Bewusstsein rückt und noch reichlich Forschungspotenzial aufweist: Krankenhäuser als Institutionen, die pro-aktiv Corporate Citizenship (CC) als strategisches Kommunikationsinstrument begreifen, um – im Sinne von Bourdieu (1983) – nachhaltig ihr Sozialkapital zu erhöhen. Ein entsprechender Perspektivwechsel steht im Fokus des vorliegenden Beitrags, in dem – anhand eines konkreten Fallbeispiels – aufgezeigt wird, welche konkreten Corporate Citizenship Aktionen und Maßnahmen in Krankenhäusern bis dato eingesetzt werden. Darüber hinaus soll aus problemzentrierter Perspektive dafür sensibilisiert werden, welche Implikationen Corporate Citizenship als strategisches Kommunikationsinstrument auf das institutionelle Selbstverständnis von Krankenhäusern hat.