Rechnungslegungspolitik als begrenzender Faktor quantitativer Modellierungen
摘要
Rechnungslegungspolitische Maßnahmen wie die gezielte Ausübung von Wahlrechten und Sachverhaltsgestaltungen gelten als großer Kritikpunkt der Bilanzanalyse. Derartigen Maßnahmen wird daher häufig durch die Auswahl geeigneter Kennzahlen oder Rückrechnungen gegenübergetreten. Ob entsprechende Rückrechnungen letztlich jedoch dazu führen, dass die Daten besser für Analysen und Prognosen geeignet sind, bleibt unklar. Die internationalen Standards bieten aufgrund ihrer Bestrebungen, möglichst tatsachengetreue Wertausweise zu liefern (‚true and fair view‘-Grundsatz) und der damit einhergehenden Orientierung an beizulegenden Zeitwerten größere rechnungslegungspolitische Ermessensspielräume. In diesem Kapitel werden Modelle zur Quantifizierung rechnungslegungspolitischer Einflussnahmen vorgestellt und ihr Nutzen für die Prognose von Gewinnen und Cashflows empirisch evaluiert.