Aufgrund der zunehmenden digitalen Transformation wird es für viele Menschen immer herausfordernder, gesundheitsbezogene Informationen im Internet zu finden, zu verstehen und anzuwenden. Das gleiche gilt für die Anwendung digitaler Gesundheitstechnologien (z. B. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), Exergames oder andere digitale Therapeutika). Dies bedeutet, dass neben der allgemeinen Gesundheitskompetenz, d. h. dem generellen Sich-Zurecht-Finden bei Gesundheitsinformationen sowie deren Anwendung, die Ausbildung der digitalen Gesundheitskompetenz beachtet werden sollte. Im Unterschied zur allgemeinen Gesundheitskompetenz setzt die digitale Gesundheitskompetenz eine prinzipielle Bereitschaft voraus, sich mit digitalen Interventionen auseinanderzusetzen, d. h. es geht u. a. auch um die jeweils persönliche Affinität und Akzeptanz in Bezug auf digitale Technologien. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreiche Transformation der „Medizin 4.0“. Während bereits im Gesundheitswesen das Bewusstsein vorhanden ist, dass auf einen gerechten Zugang zu Gesundheitsleistungen geachtet werden muss, stellt sich die Frage, ob sich diese Problematik zukünftig mit der zunehmenden Implementierung digitaler Maßnahmen nicht verschärft. Von daher erscheint eine Reflexion über die Anforderungen an eine digitale Gesundheitskompetenz unerlässlich. In dem nachfolgenden Abschnitten wird zunächst der Begriff der allgemeinen Gesundheitskompetenz erläutert, um darauf aufbauend den Begriff digitale Gesundheitskompetenz einzuführen und die damit verbundenen Aufgaben zur Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz perspektivisch zu erörtern. Das Kapitel wird mit einer kritischen Erörterung abschließen, inwieweit die bestehende Definition der digitalen Gesundheitskompetenz für eine erfolgreiche Behandlung ausreicht?

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Digitale Gesundheitskompetenz

  • Klara Brixius,
  • Alina Holle

摘要

Aufgrund der zunehmenden digitalen Transformation wird es für viele Menschen immer herausfordernder, gesundheitsbezogene Informationen im Internet zu finden, zu verstehen und anzuwenden. Das gleiche gilt für die Anwendung digitaler Gesundheitstechnologien (z. B. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs), Exergames oder andere digitale Therapeutika). Dies bedeutet, dass neben der allgemeinen Gesundheitskompetenz, d. h. dem generellen Sich-Zurecht-Finden bei Gesundheitsinformationen sowie deren Anwendung, die Ausbildung der digitalen Gesundheitskompetenz beachtet werden sollte. Im Unterschied zur allgemeinen Gesundheitskompetenz setzt die digitale Gesundheitskompetenz eine prinzipielle Bereitschaft voraus, sich mit digitalen Interventionen auseinanderzusetzen, d. h. es geht u. a. auch um die jeweils persönliche Affinität und Akzeptanz in Bezug auf digitale Technologien. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreiche Transformation der „Medizin 4.0“. Während bereits im Gesundheitswesen das Bewusstsein vorhanden ist, dass auf einen gerechten Zugang zu Gesundheitsleistungen geachtet werden muss, stellt sich die Frage, ob sich diese Problematik zukünftig mit der zunehmenden Implementierung digitaler Maßnahmen nicht verschärft. Von daher erscheint eine Reflexion über die Anforderungen an eine digitale Gesundheitskompetenz unerlässlich. In dem nachfolgenden Abschnitten wird zunächst der Begriff der allgemeinen Gesundheitskompetenz erläutert, um darauf aufbauend den Begriff digitale Gesundheitskompetenz einzuführen und die damit verbundenen Aufgaben zur Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz perspektivisch zu erörtern. Das Kapitel wird mit einer kritischen Erörterung abschließen, inwieweit die bestehende Definition der digitalen Gesundheitskompetenz für eine erfolgreiche Behandlung ausreicht?