Zu den Hochtemperaturwerkstoffen werden alle Materialien gezählt, die oberhalb von rund 500  °C dauerhaft für Bauteile eingesetzt werden können und damit langzeitig ausreichende mechanische Eigenschaften und Hochtemperatur-Korrosionsbeständigkeit aufweisen müssen. Dafür kommen metallische und keramische Werkstoffe infrage sowie intermetallische Phasen, welche eine Stellung zwischen den Metallen und den Keramiken einnehmen. Die Anwendungen der Hochtemperaturwerkstoffe erstrecken sich im Wesentlichen auf folgende Bereiche: (i) Energietechnik: Dampf- und Gasturbinen, Dampfkessel, Hochtemperatur-Reaktorbau (Kernreaktoren mit Betriebsmitteltemperaturen oberhalb etwa 500 °C), Wärmetauscher und Hochtemperaturrohrleitungen, Ofenbau und Heiztechnik, Beleuchtungstechnik, (ii) Antriebstechnik: Flugtriebwerksbau und Motorenbau, (ii) Chemische Industrie: Hochtemperaturverfahren zur Herstellung chemischer Produkte (z. B. die Ammoniak-Synthese), Hochtemperaturpyrolyse (thermische Zersetzung chemischer Verbindungen, wie z. B. in der Petrolchemie das Spalten von C-H-Verbindungen oder bei der Müllverbrennung), Kohleveredlungstechniken, Wasserstofferzeugung und Synthesegasherstellung durch Sonnenenergie, (iv) Hüttentechnik und Maschinenbau: Prozesse der Metallurgie und des Glasschmelzens sowie anderer Verfahren zur Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Hochtemperatur-Werkzeugbau.

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Hochtemperaturlegierungen

  • Hans Jürgen Maier,
  • Thomas Niendorf,
  • Ralf Bürgel

摘要

Zu den Hochtemperaturwerkstoffen werden alle Materialien gezählt, die oberhalb von rund 500  °C dauerhaft für Bauteile eingesetzt werden können und damit langzeitig ausreichende mechanische Eigenschaften und Hochtemperatur-Korrosionsbeständigkeit aufweisen müssen. Dafür kommen metallische und keramische Werkstoffe infrage sowie intermetallische Phasen, welche eine Stellung zwischen den Metallen und den Keramiken einnehmen. Die Anwendungen der Hochtemperaturwerkstoffe erstrecken sich im Wesentlichen auf folgende Bereiche: (i) Energietechnik: Dampf- und Gasturbinen, Dampfkessel, Hochtemperatur-Reaktorbau (Kernreaktoren mit Betriebsmitteltemperaturen oberhalb etwa 500 °C), Wärmetauscher und Hochtemperaturrohrleitungen, Ofenbau und Heiztechnik, Beleuchtungstechnik, (ii) Antriebstechnik: Flugtriebwerksbau und Motorenbau, (ii) Chemische Industrie: Hochtemperaturverfahren zur Herstellung chemischer Produkte (z. B. die Ammoniak-Synthese), Hochtemperaturpyrolyse (thermische Zersetzung chemischer Verbindungen, wie z. B. in der Petrolchemie das Spalten von C-H-Verbindungen oder bei der Müllverbrennung), Kohleveredlungstechniken, Wasserstofferzeugung und Synthesegasherstellung durch Sonnenenergie, (iv) Hüttentechnik und Maschinenbau: Prozesse der Metallurgie und des Glasschmelzens sowie anderer Verfahren zur Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, Hochtemperatur-Werkzeugbau.