Tabu! Sexuell konnotierte Verletzungen der Integrität als Thema in der Supervision
摘要
Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Besonderheiten Supervisor:innen in Prozessen zu bewegen haben, wenn Begriffe des Sexuellen in Verbindung mit realer, vermuteter oder gefühlter Verletzung physischer oder psychischer Integrität zusammenfallen. Ausgehend von den öffentlichen Diskursen rund um die Themen Macht, Gender und Begehren, sowie den politischen und fachlichen Diskursen um das Thema „Missbrauch in Institutionen“ werden ausgewählte Aspekte organisationaler, intra- und interpersoneller Dynamiken beschrieben und deren Auswirkungen auf das Beratungssystem aufgezeigt, um letztlich erste Implikationen für professionelles supervisorisches Handeln zu entwerfen. Dabei schreibt die Autorin primär aus supervisorischer Perspektive und verknüpft Praxiserfahrungen mit theoretischen Erkenntnissen. Der Beitrag soll eine erste Orientierung und Sensibilisierung für Supervisor:innen und Fachkräfte der Sozialen Arbeit bieten und zur weiteren Vertiefung einladen.