Bitcoin ist eine disruptive Technologie, die durch Dezentralität und Bestandsbegrenzung noch von Vielen ungeahnte Chancen bietet. Kritiker setzen Bitcoin vor allem in Kontext mit Energieverschwendung und Kriminalität. Bitcoin als Energieverschwender aufgrund des hohen Mining-Verbrauchs zu betrachten, funktioniert nur, wenn dem Netzwerk kein gesellschaftlicher Wert zugesprochen wird. Außerdem lässt sich die Mining-Industrie auch als Treiber nachhaltiger Energienutzung und Stabilisator für Energienetze verstehen. Bezüglich der Kriminalität wird übersehen, wie transparent das Bitcoin-Netzwerk tatsächlich ist. Zumal lediglich 0,4 % aller Bitcoin-Transaktionen in kriminellem Zusammenhang stehen und damit allein die Geldwäscheaktivitäten im Fiat-Geldsystem diesen Wert überbieten. Demgegenüber betrachten Bitcoin-Befürworter die Technologie gelegentlich als Allheilmittel für alle Art an gesellschaftlichen Problemen. Ein solch vereinfachtes Verständnis übersieht die komplexen Verflechtungen unserer Gesellschaft. Trotzdem birgt Bitcoin viele Chancen, die nicht übersehen werden sollten. Die Furcht vor einem Bitcoin-Verbot ist insofern überflüssig, als dass Länder mit einer solchen Haltung sich wirtschaftlich selbst schaden. Ein weltweit koordiniertes Verbot vieler Länder ist äußerst unwahrscheinlich. Und selbst wenn, gäbe es keine Möglichkeit, Menschen konsequent am Umgang mit Bitcoin zu hindern. Dies lässt sich am Beispiel der chinesischen Mining-Restriktionen zeigen. Trotz der ausgeprägten Kompetenzen der Strafverfolgung Chinas, gelang es nicht die Mining-Aktivitäten im Land nachhaltig um mehr als die Hälfte zu verringern.

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Diskussion

  • Filip Balonis,
  • Alex von Frankenberg

摘要

Bitcoin ist eine disruptive Technologie, die durch Dezentralität und Bestandsbegrenzung noch von Vielen ungeahnte Chancen bietet. Kritiker setzen Bitcoin vor allem in Kontext mit Energieverschwendung und Kriminalität. Bitcoin als Energieverschwender aufgrund des hohen Mining-Verbrauchs zu betrachten, funktioniert nur, wenn dem Netzwerk kein gesellschaftlicher Wert zugesprochen wird. Außerdem lässt sich die Mining-Industrie auch als Treiber nachhaltiger Energienutzung und Stabilisator für Energienetze verstehen. Bezüglich der Kriminalität wird übersehen, wie transparent das Bitcoin-Netzwerk tatsächlich ist. Zumal lediglich 0,4 % aller Bitcoin-Transaktionen in kriminellem Zusammenhang stehen und damit allein die Geldwäscheaktivitäten im Fiat-Geldsystem diesen Wert überbieten. Demgegenüber betrachten Bitcoin-Befürworter die Technologie gelegentlich als Allheilmittel für alle Art an gesellschaftlichen Problemen. Ein solch vereinfachtes Verständnis übersieht die komplexen Verflechtungen unserer Gesellschaft. Trotzdem birgt Bitcoin viele Chancen, die nicht übersehen werden sollten. Die Furcht vor einem Bitcoin-Verbot ist insofern überflüssig, als dass Länder mit einer solchen Haltung sich wirtschaftlich selbst schaden. Ein weltweit koordiniertes Verbot vieler Länder ist äußerst unwahrscheinlich. Und selbst wenn, gäbe es keine Möglichkeit, Menschen konsequent am Umgang mit Bitcoin zu hindern. Dies lässt sich am Beispiel der chinesischen Mining-Restriktionen zeigen. Trotz der ausgeprägten Kompetenzen der Strafverfolgung Chinas, gelang es nicht die Mining-Aktivitäten im Land nachhaltig um mehr als die Hälfte zu verringern.