Durch die Mitgliedschaft in einer Mobilitätsgenossenschaft sollen kollaborative, multimodale und nachhaltige Formen der Verkehrsmittelnutzung für Nutzer*innen erleichtert werden. Ziel der im Folgenden beschriebenen Analysen ist ein besseres Verständnis der psychologischen Voraussetzungen für diese Formen der Verkehrsmittelnutzung. Anhand einer verhaltensbasierten Segmentierung der potenziellen Nutzer*innengruppen von Mobilitätsgenossenschaften werden die psychologischen Merkmale dieser Gruppen analysiert und damit die Zusammenhänge mit einer sozial- und umweltverträglichen Mobilität untersucht. Die untersuchten psychologischen Merkmale umfassen dabei die Variablen der Theorie des geplanten Verhaltens (TPB; Intention, soziale Norm, wahrgenommene Verhaltenskontrolle und Einstellung), sowie solidaritätsorientierte Variablen (soziale Verantwortung, soziale Identifikation, kollektive Wirksamkeitserwartung) in Bezug auf kollaborative Mobilität. In Bezug auf nachhaltige und multimodale Nutzer*innengruppen werden allgemeine psychologische Einflussfaktoren der Verkehrsmittelwahl (persönliche ökologische Norm, PKW-Orientierung, Fahrrad-Orientierung, Fahrrad-Wetterresistenz, soziale Norm, wahrgenommene Verhaltenskontrolle) untersucht. Die Ergebnisse bestätigen weitgehend die theoretischen Annahmen zu den Ausprägungen. Bezüglich der kollaborativen Nutzung von Verkehrsmitteln konnte die Relevanz der solidaritätsorientierten Variablen bestätigt werden. In Bezug auf die mono- oder multimodale Verkehrsmittelnutzung zeigen die psychologischen Merkmale durchgängig die erwarteten Ausprägungen wie beispielsweise eine geringe PKW-Orientierung von monomodalen Nutzer*innen des Umweltverbundes. Ebenso bestätigt sich die Relevanz der Variablen der TPB sowie der symbolischen Dimensionen der Mobilität für eine nachhaltige Verkehrsmittelwahl. Die Ergebnisse liefern Informationen, die bei der Angebotsgestaltung und Kommunikation von Mobilitätsgenossenschaften berücksichtigt werden können.

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Zusammenhänge zwischen Mobilitätseinstellungen und kollaborativem, multimodalem und nachhaltigem Mobilitätsverhalten

  • Nadine Richter,
  • Jenitta Pragalathan,
  • Marcel Hunecke,
  • Dirk Wittowsky

摘要

Durch die Mitgliedschaft in einer Mobilitätsgenossenschaft sollen kollaborative, multimodale und nachhaltige Formen der Verkehrsmittelnutzung für Nutzer*innen erleichtert werden. Ziel der im Folgenden beschriebenen Analysen ist ein besseres Verständnis der psychologischen Voraussetzungen für diese Formen der Verkehrsmittelnutzung. Anhand einer verhaltensbasierten Segmentierung der potenziellen Nutzer*innengruppen von Mobilitätsgenossenschaften werden die psychologischen Merkmale dieser Gruppen analysiert und damit die Zusammenhänge mit einer sozial- und umweltverträglichen Mobilität untersucht. Die untersuchten psychologischen Merkmale umfassen dabei die Variablen der Theorie des geplanten Verhaltens (TPB; Intention, soziale Norm, wahrgenommene Verhaltenskontrolle und Einstellung), sowie solidaritätsorientierte Variablen (soziale Verantwortung, soziale Identifikation, kollektive Wirksamkeitserwartung) in Bezug auf kollaborative Mobilität. In Bezug auf nachhaltige und multimodale Nutzer*innengruppen werden allgemeine psychologische Einflussfaktoren der Verkehrsmittelwahl (persönliche ökologische Norm, PKW-Orientierung, Fahrrad-Orientierung, Fahrrad-Wetterresistenz, soziale Norm, wahrgenommene Verhaltenskontrolle) untersucht. Die Ergebnisse bestätigen weitgehend die theoretischen Annahmen zu den Ausprägungen. Bezüglich der kollaborativen Nutzung von Verkehrsmitteln konnte die Relevanz der solidaritätsorientierten Variablen bestätigt werden. In Bezug auf die mono- oder multimodale Verkehrsmittelnutzung zeigen die psychologischen Merkmale durchgängig die erwarteten Ausprägungen wie beispielsweise eine geringe PKW-Orientierung von monomodalen Nutzer*innen des Umweltverbundes. Ebenso bestätigt sich die Relevanz der Variablen der TPB sowie der symbolischen Dimensionen der Mobilität für eine nachhaltige Verkehrsmittelwahl. Die Ergebnisse liefern Informationen, die bei der Angebotsgestaltung und Kommunikation von Mobilitätsgenossenschaften berücksichtigt werden können.