Ergebnisse und Prozess der kognitiven Wissensintegration im transdisziplinären Forschungsprojekt GenoMobil
摘要
In dem transdisziplinären Forschungsprojekt GenoMobil arbeiteten mehrere akademische Disziplinen und mehrere Akteure aus der Mobilitätspraxis zusammen. Eine der zentralen Herausforderungen der transdisziplinären Forschung besteht in der Integration heterogener Wissensbestände, die aus unterschiedlichen akademischen Disziplinen und lebensweltlichen Handlungsfeldern stammen. Bei der Konzeption des Forschungsprojektes GenoMobil wurde die Analyse der Wissensintegration als eigenständige Aufgabe definiert, die den gesamten Forschungsprozess synchron begleitet. Der Fokus wurde dabei auf die kognitive Dimension der Wissensintegration gelegt. Hierbei wird der erkenntnisbezogene (kognitive) Inhalt des neu generierten Wissens expliziert. Insgesamt wurden fünf Schritte der kognitiven Wissensintegration in GenoMobil identifiziert: (1) Darstellung der Wissensbestände aus den beteiligten akademischen Disziplinen und daraus abgeleiteter interdisziplinärer Themenfelder, (2) Identifizierung der Mobilitätskultur und der agentenbasierten Modellierung als Brückenkonzepte, (3) Hierarchisierung der Leitkonzepte mit dem Ziel einer agentenbasierten Modellierung, (4) Verknüpfung des Leitkonzeptes Mobilitätsgenossenschaft mit den Forschungsfragen und (5) Synthese der Ergebnisse in Form eines Handlungsleitfadens zur Implementation von Mobilitätsgenossenschaften. Die Bewertung des Verhältnisses von Aufwand (sieben Workshops mit einem Zeitumfang zwischen 3 bis 6 Stunden) und dem Nutzen der kognitiven Wissensintegration fällt in GenoMobil positiv aus. Als Ergebnis wird transdisziplinär generiertes Wissen transparent und kommunizierbar gemacht, dem ansonsten droht, im Elfenbeinturm der Wissenschaft verborgen und unverstanden zu bleiben.