Zur Auswertung des erhobenen Datenmaterials auf Grundlage der narrativen Interviews wurde sich innerhalb der KRA für die Methode der Fallrekonstruktion ausgesprochen. In der Folge wird weniger von einem ‚Forschungsverfahren‘ gesprochen, als vielmehr von einer Methode des Fallverstehens – hier in Bezug auf die Kriminalität in Saarbrücken. Diese steht in der Tradition der Objektiven Hermeneutik und ist mit der von Oevermann entwickelten sozialen Strukturtheorie verwoben. Somit basiert dieses methodische Vorgehen auf dem Verständnis, Lebenspraxis als „widersprüchliche Einheit von Entscheidungszwang und Begründungsverpflichtung“ (Oevermann 2004, S. 160) zu betrachten, da Menschen sich „nicht nicht entscheiden“ (ebd., S. 166) können. Eine Abfolge von Krise und Routine findet folglich in der sozialen Regelhaftigkeit ihre sequenzielle Ordnung. Diese menschliche Lebenspraxis zeichnet sich demgemäß in dem Verständnis zur Kriminalitätsentwicklung ebenfalls ab und wird durch sprachliche (Chomsky 1981) und symbolische (Mead 1978) Handlungsakte repräsentiert.

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Qualitative Forschung – Zur Methode der Datenauswertung: Die Methode der Fallrekonstruktion

  • Mathias Backes,
  • Sandra Hahn,
  • Michelle Becker-Wendel

摘要

Zur Auswertung des erhobenen Datenmaterials auf Grundlage der narrativen Interviews wurde sich innerhalb der KRA für die Methode der Fallrekonstruktion ausgesprochen. In der Folge wird weniger von einem ‚Forschungsverfahren‘ gesprochen, als vielmehr von einer Methode des Fallverstehens – hier in Bezug auf die Kriminalität in Saarbrücken. Diese steht in der Tradition der Objektiven Hermeneutik und ist mit der von Oevermann entwickelten sozialen Strukturtheorie verwoben. Somit basiert dieses methodische Vorgehen auf dem Verständnis, Lebenspraxis als „widersprüchliche Einheit von Entscheidungszwang und Begründungsverpflichtung“ (Oevermann 2004, S. 160) zu betrachten, da Menschen sich „nicht nicht entscheiden“ (ebd., S. 166) können. Eine Abfolge von Krise und Routine findet folglich in der sozialen Regelhaftigkeit ihre sequenzielle Ordnung. Diese menschliche Lebenspraxis zeichnet sich demgemäß in dem Verständnis zur Kriminalitätsentwicklung ebenfalls ab und wird durch sprachliche (Chomsky 1981) und symbolische (Mead 1978) Handlungsakte repräsentiert.