Die Kriminologische Regionalanalyse für das Forschungsgebiet ‚Saarbrücken‘ kann als Instrument strategischer Planung im Sinne sicherheits- und kriminalitätspräventiver Aspekte betrachtet werden. Zu beachten ist hierbei, dass „das relative Verhältnis von Hell-, Grau- und Dunkelfeld (…) alles andere als statisch [ist, Anm. d. Verf.], sondern je nach Delikten, dem Rechtsgefühl der Bevölkerung, den Rahmenbedingungen polizeilicher Arbeit sowie weiteren Faktoren (wie z. B. auch dem Vertrauen des Bürgers in die Polizei) sehr unterschiedlich“ (Frevel 2018, S. 30) ist. Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Ausbreitung des Hell- bzw. Dunkelfeldes von mehreren Aspekten abhängig ist, „sie ist politisch, polizeilich und auch durch Medienberichterstattung beeinflussbar – und damit auch manipulierbar“ (ebd., S. 31). All das wird in der KRA Beachtung finden, um die Ergebnisse in einen Sinnzusammenhang zu setzen und eine handlungspraktische Betrachtung zu ermöglichen. „Mit Blick auf die Beziehung zwischen Raum und Kriminalität ist letztlich die Richtung der Beeinflussung von Bedeutung und damit die Frage, ob ein bestimmter Raum bestimmte Formen von Kriminalität bedingt (Raum als Explanans) oder ob es umgekehrt zu klären gilt, weshalb sich die Kriminalität in der registrierten Weise auf den Raum verteilt (Raum als Explanandum)“ (Luff 2004, S. 3). In diesem Kontext geht mit der KRA die Möglichkeit einher, sicherheitspolitische und kriminologische Maßnahmen sichtbar zu machen und diese – idealerweise – in der Folge für Saarbrücken umzusetzen. Jedoch werden neben den Möglichkeiten auch Grenzen deutlich, denen sich Auftraggeber, Forscher*innen, Bürger*innen und handelnde Akteure bewusst sein müssen. Einhergehend mit diesem Verständnis kann die Entstehungsgeschichte der hier vorliegenden kriminologischen Regionalanalyse nachvollzogen werden (vgl. Einführende Worte), welche kriminologische Theorien (siehe hierzu auch den Beitrag „Allgemeine theoretische Ansätze zum Komplex „Kriminalität, Kriminalitätsfurcht und Raum““ in diesem Band) als auch weitere notwendige Aspekte in Theorie und Praxis in einen Handlungszusammenhang stehen.

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Die Kriminologische Regionalanalyse als Instrument strategischer Planung. Eine Grundlage zur Identifikation sicherheitspolitischer und kriminologischer Maßnahmen

  • Sandra Hahn

摘要

Die Kriminologische Regionalanalyse für das Forschungsgebiet ‚Saarbrücken‘ kann als Instrument strategischer Planung im Sinne sicherheits- und kriminalitätspräventiver Aspekte betrachtet werden. Zu beachten ist hierbei, dass „das relative Verhältnis von Hell-, Grau- und Dunkelfeld (…) alles andere als statisch [ist, Anm. d. Verf.], sondern je nach Delikten, dem Rechtsgefühl der Bevölkerung, den Rahmenbedingungen polizeilicher Arbeit sowie weiteren Faktoren (wie z. B. auch dem Vertrauen des Bürgers in die Polizei) sehr unterschiedlich“ (Frevel 2018, S. 30) ist. Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Ausbreitung des Hell- bzw. Dunkelfeldes von mehreren Aspekten abhängig ist, „sie ist politisch, polizeilich und auch durch Medienberichterstattung beeinflussbar – und damit auch manipulierbar“ (ebd., S. 31). All das wird in der KRA Beachtung finden, um die Ergebnisse in einen Sinnzusammenhang zu setzen und eine handlungspraktische Betrachtung zu ermöglichen. „Mit Blick auf die Beziehung zwischen Raum und Kriminalität ist letztlich die Richtung der Beeinflussung von Bedeutung und damit die Frage, ob ein bestimmter Raum bestimmte Formen von Kriminalität bedingt (Raum als Explanans) oder ob es umgekehrt zu klären gilt, weshalb sich die Kriminalität in der registrierten Weise auf den Raum verteilt (Raum als Explanandum)“ (Luff 2004, S. 3). In diesem Kontext geht mit der KRA die Möglichkeit einher, sicherheitspolitische und kriminologische Maßnahmen sichtbar zu machen und diese – idealerweise – in der Folge für Saarbrücken umzusetzen. Jedoch werden neben den Möglichkeiten auch Grenzen deutlich, denen sich Auftraggeber, Forscher*innen, Bürger*innen und handelnde Akteure bewusst sein müssen. Einhergehend mit diesem Verständnis kann die Entstehungsgeschichte der hier vorliegenden kriminologischen Regionalanalyse nachvollzogen werden (vgl. Einführende Worte), welche kriminologische Theorien (siehe hierzu auch den Beitrag „Allgemeine theoretische Ansätze zum Komplex „Kriminalität, Kriminalitätsfurcht und Raum““ in diesem Band) als auch weitere notwendige Aspekte in Theorie und Praxis in einen Handlungszusammenhang stehen.