Diskussion
摘要
Die im Vorhinein befundenden Verhandlungsstrategien des Gemeinsam machen, Einholen und Aufteilen im (kooperativen) Erstellen sonderpädagogischer Förderpläne in inklusiven Schulen verweisen zunächst darauf, dass – angesichts der auszuhandelnden Umsetzung reforminduzierter Vorgaben – die beteiligten Lehrer*innen, welche sich in Kooperationsgruppen zusammenfinden, in einem Wechselspiel sozialintegrativer Abstimmung von interdependenten Handlungsbeiträgen (vgl. Altrichter 2015) unter der Zielstellung der Herstellung und Veränderung von Vereinbarungen und konsensualen Handlungsgrundlagen gemeinschaftliche Problemlösevarianten etablieren, die etwa auch als vorübergehende Kooperationsformen, -muster und -techniken zu verstehen sind. Dabei ist hervorzuheben, dass derartige Prozesse – insbesondere aufgrund der ungleichen Verfügbarkeit organisationaler Ressourcen und Machtquellen – im allermeisten Fall unter der Bedingung asymmetrischer Beteiligungschancen und Durchsetzungskapazitäten vollzogen werden. Die hierin identifizierte und mikropolitisch fundierte Kategorie der Verhandlungsstrategien stellt unter einem organisationstheoretischen Verständnis der (Handlungs-)Koordination unter Mitgliedern einer Einzelschule einen basalen Gestaltungsmechanismus in der Formierung sozialdynamischer (Zusammen-)Arbeitsbeziehungen dar, durch die etwaige Kooperationsgruppen ihre differenten Beteiligungsofferten und -möglichkeiten bezogen auf spezifische – analytisch zu bestimmende – organisational prästrukturierte (Teil-)Tätigkeitsbereiche aushandeln.