Die Rekrutierung italienischer Arbeitskräfte für die NS-Wirtschaft im Raum Venetien 1938–1945
摘要
Der Aufsatz behandelt die Rekrutierung von Arbeitskräften aus den vier venetischen Provinzen Padua, Rovigo, Verona und Vicenza. Die Region Venetien im Nordosten Italiens blieb nicht nur bis Ende April 1945 von deutschen Behörden besetzt, sondern war als Durchgangsstation zum Großdeutschen Reich von Bedeutung. Die Anwerbung insbesondere von Landarbeitern und weiblichen Hilfsarbeiterinnen ab 1938 wurde dadurch begünstigt, dass die größtenteils eher armen Bergregionen mit ihrer durch Katholizismus und Obrigkeitstreue geprägten Kultur ein traditionelles Gebiet der Auswanderung in den deutsch-österreichischen Raum waren. Nach der Krise 1943 gestaltete sich die Rekrutierung trotz propagandistischer Versprechen und der Einführung einer Arbeitspflicht auch angesichts von Streiks und der Aktivitäten der Resistenza für die Besatzungsbehörden zwar schwierig, aber dennoch erfolgreich.