Die „xenologische Frage“
摘要
Laut Duala-Mʼbedy habe die herkömmliche Fremdheitsforschung in ihren anthropologischen, ethnografischen und ethnologischen Facetten das relationale Spezifikum des Fremden und seine phänomenologische Erfahrung übersehen. Stattdessen hätten diese Disziplinen vielmehr dazu geneigt, den Fremden zu verobjektivieren. Das ist der Grund, warum Duala-Mʼbedy Xenologie, ihrer Grundthese folgend, auch einen denkhistorischen Überblick über die Entartungen des Fremden zum wissenschaftlichen Objekt und über die Instrumentalisierungsformen des Fremden zu bestimmten kulturideologischen Zwecken liefert. Es handelt sich bei diesem ersten diagnostischen Moment seiner Ausführungen um die Analyse von konkreten ethnografischen Figuren des Fremden bzw. Produktionen der herkömmlichen Fremdheitsforschung, die sich wiederum an präzisen logisch-semantischen Kategorien einer grundsätzlichen „Verdrängung der Humanität“ des Fremden orientieren.