In diesem Beitrag geht es um die Bildungsbedeutsamkeit der Familie und den Stellenwert der individuellen und kollektiven habitusbezogenen Möglichkeiten und Grenzen im Kontext der Entstehung von Bildungsarmut (und Bildungsreichtum). Die im Feld der Familie erbrachten Investitionsleistungen in die (lebenslange) Habitusentwicklung werden dabei als wichtige Ressource und zentrale Voraussetzung für kulturelle Teilhabe und die Herstellung und Erhaltung von sozialer Anschlussfähigkeit verstanden. Anhand von Bourdieus Habituskonzept werden die Mechanismen des habituellen Tuns in (familialen) Alltagsroutinen als habitusabhängige soziale Reproduktion bzw. als soziale und kulturelle Herstellungsleistung beleuchtet. Nicht nur Ausmaß und Formen von objektiviertem und institutionalisiertem kulturellem Kapital, sondern die alltäglichen kulturellen Praxisformen und die damit verbundenen sozialen Anerkennungs- und Ablehnungsmuster (innerhalb und außerhalb der Familie) spielen, so die These, eine entscheidende Rolle, wenn es im Rahmen von gesellschaftlichen Machtkämpfen um den ungleichen Zugang zu und die Teilhabe an Bildung geht.

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Bildung und soziale Ungleichheit.

  • Peter Büchner

摘要

In diesem Beitrag geht es um die Bildungsbedeutsamkeit der Familie und den Stellenwert der individuellen und kollektiven habitusbezogenen Möglichkeiten und Grenzen im Kontext der Entstehung von Bildungsarmut (und Bildungsreichtum). Die im Feld der Familie erbrachten Investitionsleistungen in die (lebenslange) Habitusentwicklung werden dabei als wichtige Ressource und zentrale Voraussetzung für kulturelle Teilhabe und die Herstellung und Erhaltung von sozialer Anschlussfähigkeit verstanden. Anhand von Bourdieus Habituskonzept werden die Mechanismen des habituellen Tuns in (familialen) Alltagsroutinen als habitusabhängige soziale Reproduktion bzw. als soziale und kulturelle Herstellungsleistung beleuchtet. Nicht nur Ausmaß und Formen von objektiviertem und institutionalisiertem kulturellem Kapital, sondern die alltäglichen kulturellen Praxisformen und die damit verbundenen sozialen Anerkennungs- und Ablehnungsmuster (innerhalb und außerhalb der Familie) spielen, so die These, eine entscheidende Rolle, wenn es im Rahmen von gesellschaftlichen Machtkämpfen um den ungleichen Zugang zu und die Teilhabe an Bildung geht.