Nutzung von Daten aus Stakeholder-Beschwerden zur Risikoidentifikation in der globalen Beschaffung
摘要
Die Sorgfaltspflicht in Lieferketten rückt bei Unternehmen immer mehr in den Vordergrund. Getrieben durch aktuelle oder in der Entstehung befindliche Regularien wie dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) oder der europäischen Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), gibt unsere Gesellschaft immer mehr vor, was wir von unternehmerischen Handeln in unserer Welt erwarten. Zentral ist die soziale Nachhaltigkeit, bspw. das Beschützen von Stakeholdern im Upstream von Lieferketten, wie Beschäftigte oder die regionale Bevölkerung in Bezugsländern. Die Regularien fordern Beschwerdemechanismen, welche es Stakeholdern ermöglichen sollen, auf Missstände hinzuweisen, ihre Menschenrechte geltend zu machen und auch Abhilfe oder Schadensersatz zu fordern. Dies bietet gleichermaßen Herausforderungen und Chancen, da Unternehmen erhöhte Aufwände zur Bearbeitung von Beschwerden von Stakeholdern aufbringen müssen, gleichzeitig aber auch Informationen, bspw. zu Risiken, aus der Lieferkette erhalten, welche durch andere Methoden wie Audits im Verborgenen bleiben. Im folgenden Kapitel wird der aktuelle Stand der Forschung im Bereich des Beschwerdemanagements im Upstream von Wertschöpfungsnetzwerken dargestellt. Dabei wird ein Fokus auf die Daten gelegt, die von Unternehmen generiert, strukturiert und vor allem genutzt werden. Ziel ist es, problematische Lieferunternehmen zu identifizieren, Beschaffungsrisiken in Lieferketten zu reduzieren und eine Grundlange für Abhilfemaßnahmen für Betroffene zu legen, während gleichzeitig den Forderungen aktueller Gesetzgebungen nachgegangen wird.