Unternehmen verfügen i. d. R. über ein Risikomanagementsystem, nicht nur um gesetzliche Pflichten zu erfüllen, sondern auch um Verluste zu vermeiden, die die Existenz des Unternehmens gefährden könnten. Ein Risikomanagementsystem muss regelmäßig an sich ändernde Anforderungen angepasst werden. Herausgearbeitet werden in diesem Beitrag einerseits Anforderungen aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (Lieferkettenrisiko) oder die Corporate Sustainability Reporting Directive (Nachhaltigkeitsrisiken), und andererseits Herausforderungen durch komplexe Lieferketten und die damit verbundene Intransparenz. Im Anschluss werden Ansätze zur Lösung der Intransparenzprobleme vorgestellt. Im ersten Ansatz wird dargelegt, wie ein globales Unternehmen fehlendes Wissen über Lieferanten der tiefen Lieferkette kompensieren kann, indem es aggregierte Makrodaten zu Materialflüssen und Lieferverflechtungen zwischen Ländern auswertet. Der zweite Ansatz veranschaulicht den Einsatz der Szenarioanalyse unter der Annahme, dass ein Mindestmaß an Transparenz besteht. Es wird zudem die wichtige Rolle von präventivem und reaktivem Reputationsmanagement sowie von Risikokooperationen verdeutlicht.

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Intransparenz, Komplexität und Langfristigkeit als „Wicked Problem“ im Risikomanagement nachhaltiger Lieferketten

  • Silvia Rogler,
  • Marcus Wiens

摘要

Unternehmen verfügen i. d. R. über ein Risikomanagementsystem, nicht nur um gesetzliche Pflichten zu erfüllen, sondern auch um Verluste zu vermeiden, die die Existenz des Unternehmens gefährden könnten. Ein Risikomanagementsystem muss regelmäßig an sich ändernde Anforderungen angepasst werden. Herausgearbeitet werden in diesem Beitrag einerseits Anforderungen aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (Lieferkettenrisiko) oder die Corporate Sustainability Reporting Directive (Nachhaltigkeitsrisiken), und andererseits Herausforderungen durch komplexe Lieferketten und die damit verbundene Intransparenz. Im Anschluss werden Ansätze zur Lösung der Intransparenzprobleme vorgestellt. Im ersten Ansatz wird dargelegt, wie ein globales Unternehmen fehlendes Wissen über Lieferanten der tiefen Lieferkette kompensieren kann, indem es aggregierte Makrodaten zu Materialflüssen und Lieferverflechtungen zwischen Ländern auswertet. Der zweite Ansatz veranschaulicht den Einsatz der Szenarioanalyse unter der Annahme, dass ein Mindestmaß an Transparenz besteht. Es wird zudem die wichtige Rolle von präventivem und reaktivem Reputationsmanagement sowie von Risikokooperationen verdeutlicht.