Nationale Verantwortung und internationale Erwartungen bei der Rekultivierung von Bergbaufolgelandschaften – am Beispiel des Braunkohletagebaus Turow
摘要
Die Stromerzeugung in Polen durch Braunkohleverbrennung hat sich seit einigen Jahrzehnten systematisch verringert. Die aktuell erschlossenen Braunkohlevorkommen werden bei gleichbleibender Nutzung noch auf 20 Jahre geschätzt. Das polnische Rechtssystem garantiert, die Flächen nach dem Ende des Braunkohleabbaus zu rekultivieren. Das Braunkohlebergwerk in Turów ist eines der wichtigsten Unternehmen dieser Art in Polen. Es umfasst derzeit eine Fläche von 2487 ha und produziert jährlich ca. 8 Mio. t Braunkohle. Das Bergwerk wird voraussichtlich nicht länger als 2 weitere Jahrzehnte in Betrieb sein. Als Folge des Braunkohletagebaus kommt es zu einer multifaktorellen geomechanischen Landdegradation. Für die Rekultivierung (auf der Grundlage von 50 Jahren Erfahrung) wird das Konzept der biologisch-dynamischen Waldsanierung von Halden eingesetzt. Parallel dazu wurden im Bergbau-Energie-Komplex Wasserschutzlösungen zur Minimierung des Wasserverbrauchs (Reduktion um 25 %) eingeführt.