Medienwissenschaftliche und methodische Vorüberlebungen
摘要
Medienwissenschaftliche Forschung fragt unter anderem nach dem Einfluss massenmedialer Phänomene, etwa von Fernsehprogrammen, auf die in einer Gesellschaft zirkulierenden Bedeutungen, Wissensbestände und Selbstbeschreibungen. Gemeinsam mit angrenzenden Disziplinen wie der Kommunikationswissenschaft, der Soziologie, Psychologie und Philosophie kann sie auch herangezogen werden, um Aussagen dazu zu treffen, „in welcher Art gesundheitsbezogene Botschaften verteilt, aufgenommen, verarbeitet und akzeptiert werden und inwieweit gesundheitsbezogene Kommunikation Einstellungs- und Verhaltensänderungen bei Menschen für ein gesundes Leben herbeiführt“ (Spatzier 2015, 22). Diese Fragestellung ist aus der Perspektive der Gesundheitsaufklärung wie auch des Bevölkerungsschutzes vor allem daher von besonderem Interesse, da es sich bei Massenmedien wie dem Fernsehen gerade bei Gesundheitsthemen und auch in Bezug auf Notfallsituationen häufig um die erste und oft auch um die einzige Informationsquelle handelt, die die Bevölkerung heranziehen kann, um sich zu solchen Fragen zu informieren (Brosius und Rossmann 2009, 99): Da der überwiegende Teil der Bevölkerung mit schweren Erkrankungen und Ausnahmesituationen wie einer Reanimation kaum in direkter Erfahrung zu tun hat, sind Bürger*innen darauf angewiesen, entsprechendes Wissen auf indirektem Wege zu erwerben, wenn es nicht auf institutionalisiertem Wege (etwa durch die Schulbildung) vermittelt wird.