Große Konflikte I: Die Perserkriege
摘要
Indem man sich des Begriffs ‚Perserkriege‘ bedient, nimmt man bereits die griechische Perspektive ein, bezeichnet er doch den erfolgreichen Abwehrkampf gegen die Invasionen der Perserkönige Dareios I. (Marathon – 490 v.Chr.) und Xerxes I. (Thermopylen/ Salamis/ Plataiai/ Mykale – 480/479 v.Chr.) in Festlandgriechenland beziehungsweise Hellas. In den Worten des Herodot, unsere Hauptquelle zu diesen Ereignissen, war dies der Krieg der „Griechen und der Barbaren“ (Hdt. Prooem.). Inwiefern es legitim ist, den Ereignissen weltgeschichtliche Bedeutung (gerade für die Entwicklung Europas) zuzuschreiben, wird heute skeptisch beurteilt. Unstrittig ist aber die monumentale kulturelle wie politische Bedeutung des Sieges des 481 neugegründeten ‚Hellenenbundes‘ über die Perser für das antike Griechenland. Konkret hatten die Ereignisse massive Auswirkungen auf die griechische Staatenwelt des 5. Jh.s und die damals mächtigsten Poleis Athen und Sparta. Eine ausgewogene Sicht wird dabei durch den helleno- beziehungsweise athenozentrischen Charakter der Quellen erschwert (vgl. zu den Quellen die entsprechenden Abschnitte in diesem Band).