Mit der Eroberung des Neubabylonischen Reiches (539 v. Chr.) treten die Perser unter Kyros II. als Nachfolgereich in der Traditionslinie altorientalischer Imperien in Erscheinung. Dies zeigt sich in der Übernahme altorientalischer Herrschaftsrepräsentation, die in ihren Grundzügen aus dem 3. Jt. v. Chr. stammt und auf aktualisierte Weise im Neuassyrischen (ca. 911–612 v. Chr.) und Neubabylonischen Reich (ca. 626–539 v. Chr.) rezipiert wurde. Die Perser entwickeln altorientalische Motive weiter, was sich besonders in der Herrschaftsrepräsentation und den zugrunde liegenden Weltvorstellungen äußert. Über die griechische Rezeption lebt die persische Konzeption der Welt in Teilen bis in die Moderne fort.

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Herrschaftsrepräsentation und Weltvorstellungen

  • Florian Posselt

摘要

Mit der Eroberung des Neubabylonischen Reiches (539 v. Chr.) treten die Perser unter Kyros II. als Nachfolgereich in der Traditionslinie altorientalischer Imperien in Erscheinung. Dies zeigt sich in der Übernahme altorientalischer Herrschaftsrepräsentation, die in ihren Grundzügen aus dem 3. Jt. v. Chr. stammt und auf aktualisierte Weise im Neuassyrischen (ca. 911–612 v. Chr.) und Neubabylonischen Reich (ca. 626–539 v. Chr.) rezipiert wurde. Die Perser entwickeln altorientalische Motive weiter, was sich besonders in der Herrschaftsrepräsentation und den zugrunde liegenden Weltvorstellungen äußert. Über die griechische Rezeption lebt die persische Konzeption der Welt in Teilen bis in die Moderne fort.