Große Konflikte II: Alexander III.: Ende, Kontinuität, Transformation?
摘要
Als Oberfeldherr des Korinthischen Bunds begann Alexander die ‚Befreiung‘ griechischer Stadtstaaten von der persischen Oberherrschaft im Zeichen der ideologisch aufgeladenen Rhetorik des ‚panhellenischen‘ Rachekriegs gegen die Achaimeniden. Während der Expeditionen von Kleinasien bis nach Westindien lassen sich jedoch sozial- und inklusionspolitische Vorgänge beobachten, die vom 19. Jh. bis heute kontroverse Forschungsdiskurse liefern: Mehr als ein ‚Hellenisieren‘ der einverleibten Gebiete scheint ein bewusstes Assimilieren und Transformieren bestehender Herrschaftstraditionen insbesondere auf der kultisch-politischen Ebene erfolgt zu sein. Der literarische und archäologisch-epigrafische Quellenbefund legt nahe, dass Alexanders Antreten der Nachfolge teispidisch-achaimenidischer Großkönige sich symbolisch überwiegend im Integrieren relevanter Elemente der Hofzeremonielle, im Stiften von Kultbauten und Ausgeben von Trankopfern materialisierte.