Berlin 1987 bis 2001: Eine Geschichte verpasster Chancen und unterschätzter Beharrungskräfte, ökonomischer Illusionen und politischen Größenwahns
摘要
Dieser Essay beschäftigt sich mit der Entwicklung Berlins unmittelbar vor und nach der Wiedervereinigung. Er beginnt 1987, einem „Schlüsseljahr der Berliner Nachkriegsgeschichte“, in dem beide Stadthälften mit viel Pomp jeweils den 750. Geburtstag der Stadt feiern, er widmet sich den elf Monaten zwischen dem Fall der Mauer und dem Zusammenschluss beider Stadthälften. Und er analysiert politische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung bis zum Jahr 2001, in dem mit dem Umzug von Bundestag und Bundesregierung die Nachwendezeit in Berlin endet. Wer Berlin dreieinhalb Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung verstehen will, kommt an einer Betrachtung dieser Jahre nicht vorbei. Es ist eine Geschichte ideologischer Gegensätze, unterschätzter Beharrungskräfte, ökonomischer Illusionen und politischer Überforderung, die die Stadt bis heute prägt. Es ist ein Zeitabschnitt, in dem die Stadt im Scheinwerferlicht der Weltpolitik stand, aber ihre historischen Chancen nicht nutzte und die unfertige Stadt für viele Menschen trotzdem als besonders attraktiv galt sowie als kreativ und künstlerisch innovativ.